Logo Logo
  • Start
  • Verband
  • News
  • Events
  • Kontakt
  • Downloads
    • AAC
      AAC
    • Aquakulturinfo
      Aquakulturinfo
    • Copa Cogeca
      Copa Cogeca
    • EUMOFA
      EUMOFA
    • FEAP
      FEAP
    • MAC
      MAC
    • Others
      Others
  • Young Fishermen
Icon Icon Icon
Logo Logo
  • Verband
  • News
  • Events
  • Kontakt
  • Downloads
    • AAC
      AAC
    • Aquakulturinfo
      Aquakulturinfo
    • Copa Cogeca
      Copa Cogeca
    • EUMOFA
      EUMOFA
    • FEAP
      FEAP
    • MAC
      MAC
    • Others
      Others
Icon
Suche
Suche

Nachhaltigkeit

_wpframe_custom/gallery/files/wpf_sitemanager/t_nachhaltigkeit1jpg_1634709028.jpg

Kategorien

  • Alle Kategorien
  • Fluss- und Seenfischerei
  • Karpfen
  • Salmoniden
  • Gesetze/Verordnungen
  • Prädatoren
  • Corona
  • Fischgesundheit
  • Nachhaltigkeit
  • Statistik
  • Erzeuger
  • RAS

News

Nachhaltigkeit 

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit Online-Beteiligung am Nationalen Wiederherstellungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
16.06.2026

Online-Beteiligung am Nationalen Wiederherstellungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Das BMUKN hat eine Online-Beteiligung zum Nationalen Wiederherstellungsplan bis zum 25. Juni 2026 eingerichtet. Der VDBA hat sich zu "Nationaler Kontext", "Übergeordnete Maßnahmen" & "Spezifische Maßnahmen für Artikel 4" positioniert.

Die EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO) verpflichtet alle Mitgliedstaaten, innerhalb von zwei Jahren nach ihrem Inkrafttreten einen nationalen Wiederherstellungsplan (NWP) zu erarbeiten. In diesem Plan legt der jeweilige Staat dar, wie er die Ziele der Verordnung erreichen will. Das können zum Beispiel konkrete Maßnahmen zur Wiederherstellung von Ökosystemen, die Festlegung von Flächen, Zeitplänen sowie die Bewertung der Klimawirksamkeit und sozio-ökonomischer Auswirkungen sein. Das Format des NWP und die erforderlichen Inhalte sind dabei von der EU-Kommission für alle Mitgliedstaaten einheitlich vorgegeben worden. In Deutschland wird der NWP vom Bund in enger Zusammenarbeit mit den Bundesländern entwickelt. Ein zentrales Element dabei ist eine offene, transparente und inklusive Beteiligung der Öffentlichkeit.
Auf der vom BMUKN eingerichteten Plattform hat man die Möglichkeit, den ersten Entwurf des deutschen NWP zu lesen und direkt an den entsprechenden Stellen des Entwrufs zu kommentieren.
Nach Abschluss der Online-Beteiligung wird der Entwurf überarbeitet. Die eingegangenen Kommentare werden geprüft und soweit möglich in die Überarbeitung einbezogen.
 
Stellungnahme des Verbandes der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur zum Rohentwurf des Nationalen Wiederherstellungsplans (NWP) 
  1. Zusammenfassung des nationalen Wiederherstellungsplans
Nationaler Kontext
 
Der Verband der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur sieht den vorliegenden Rohentwurf des Nationalen Wiederherstellungsplans mit großer Sorge. Der Entwurf wird weder den fachlichen Anforderungen an eine belastbare Planungsgrundlage gerecht noch den praktischen Realitäten der Flächennutzung in Deutschland. In seiner jetzigen Form ist er Ausdruck einer grundlegenden Planungsunsicherheit bei der Umsetzung der EU-Naturwiederherstellungsverordnung.
Bereits nach den eigenen Begleitunterlagen zum Plan ist eine bundesweite Ermittlung konkreter Flächen zur Wiederherstellung von Lebensraumtypen und Habitaten geschützter Arten derzeit nicht möglich gewesen. Stattdessen wurden lediglich „Suchräume“ definiert, deren Konkretisierung erst später erfolgen soll. Damit fehlt eine zentrale Grundlage für jede seriöse Maßnahmenplanung.
Ebenso wird eingeräumt, dass wesentliche Zielgrößen – etwa das „zufriedenstellende Niveau“ vieler Wiederherstellungsziele – noch nicht feststehen oder näher definiert sind und deshalb selbst langfristige Finanzbedarfe bis 2050 nicht angegeben werden konnten. 
Auch die Kostenschätzungen beruhen ausdrücklich auf Grobschätzungen mit erheblicher Unsicherheit. Zugleich steht die Finanzierung sämtlicher Maßnahmen unter Haushaltsvorbehalt und ist weder auf EU- noch auf nationaler Ebene gesichert. 
Hinzu kommt, dass die den Behörden vorliegenden Daten zum Zustand und Vorhandensein geschützter Lebensraumtypen oft veraltet sind, Daten entsprechend gar nicht mehr dem aktuellen Zustand entsprechen und erstmal eine flächendeckende Kontrolle der tatsächlichen Gegebenheiten durchgeführt werden müsste. 
Ohne belastbare Kenntnisse über das tatsächliche Vorkommen und den Zustand geschützter Lebensraumtypen, die Habitate und das Vorkommen geschützter Arten sowie weitere Schutzgüter der Naturwiederherstellungsverordnung, ohne eine seriöse Kostenschätzung und ohne eine gesicherte Finanzierung macht dieser Entwurf für den Nationalen Wiederherstellungsplan Deutschlands keinen Sinn. Er ist vielmehr Zeugnis der Planlosigkeit, mit der die Naturwiederherstellungsverordnung von Beginn an erarbeitet, beschlossen und nunmehr umgesetzt werden soll.
Aus Sicht der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur ist der derzeitige Ansatz daher zum Scheitern verurteilt. Die extrem ambitionierten Zielsetzungen der Verordnung können nur erreicht werden, wenn Flächenbewirtschafter und Flächeneigentümer frühzeitig, verbindlich und auf Augenhöhe in Planung und Umsetzung eingebunden werden – nicht erst im Rahmen formaler Öffentlichkeits-beteiligungsschritte.
Die Erfahrungen aus der Umsetzung von Natura 2000 zeigen deutlich, welche Folgen eine unzureichende Beteiligung der betroffenen Nutzergruppen hat. Der damals entstandene Vertrauensverlust gegenüber Politik und Naturschutz wirkt bis heute nach und stellt eine schwere Hypothek für die Umsetzung neuer Naturschutzinstrumente dar. Erfolgreicher Natur- und Artenschutz kann in der Fläche nur gelingen, wenn Flächeneigentümer und Bewirtschafter in jeder Phase der Planung und Umsetzung tatsächlich beteiligt, angehört und mitgenommen werden.
Hinzu kommt, dass zahlreiche Schutzgüter, deren Erhaltungszustand durch die Wiederherstellungsverordnung verbessert werden soll, unmittelbar auf eine kontinuierliche Nutzung angewiesen sind. Dies gilt für Dauergrünland ebenso wie für Heidelandschaften oder die traditionellen Teichlandschaften Deutschlands. Die dort vorhandene außergewöhnliche Artenvielfalt existiert nicht trotz, sondern gerade wegen der jahrhundertelangen Bewirtschaftung.
Diese Bewirtschaftung wird jedoch seit Jahrzehnten als „Problem“ dargestellt und massiv durch einen überzogenen Artenschutz insbesondere für Kormoran, Biber und Fischotter beeinträchtigt. Die wirtschaftliche Grundlage vieler Teichwirtschaftsbetriebe wird dadurch zunehmend entzogen. Damit gefährdet dieser Ansatz nicht nur die Existenz der Unternehmen, sondern zugleich den Fortbestand der von ihnen gepflegten Teichlandschaften mit ihren geschützten Lebensraumtypen, streng geschützten Arten und vielfältigen Ökosystemleistungen. Hinzu kommt die oft zweifelhafte Festlegung der FFH/Natura 2000 Zielarten, die in aquatischen Lebensräumen oft nur den Fischotter – einen opportunistischen Prädator geschützter Fisch-, Mollusken- und Amphibienarten – als einzig schützenswerte Art benennen.
Ohne ein energisches Gegensteuern droht neben dem Verlust der zumeist familiengeführten Betriebe und ihrer regionalen Wertschöpfung, die auch die Lebensmittelversorgung mit einem sehr hochwertigen, natürlichen Produkt beinhaltet, gleichzeitig der Verlust ganzer Kulturlandschaften, deren Biodiversität bislang wesentlich durch nachhaltige Nutzung gesichert wurde (Verhinderung von Verbuschung / Verwaldung).
Auch die Binnenfischerei leistet einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung aquatischer Ökosysteme. Durch die nachhaltige Entnahme von Fischbiomasse für die lokale Lebensmittelversorgung trägt sie wesentlich zum Nährstoffaustrag aus eutrophierten Gewässern bei. Gleichzeitig führen zunehmende Prädation u.a. durch Kormorane, Reiher, Haubentaucher und Fischotter sowie restriktive artenschutzrechtliche Vorgaben zu erheblichen wirtschaftlichen Belastungen der Betriebe. Der anhaltende Rückgang der Erträge und Betriebszahlen verdeutlicht die dramatische Lage der Branche.
Bei der Planung und Umsetzung der Naturwiederherstellungsverordnung müssen solche Zielkonflikte berücksichtigt und aufgelöst werden. Anderenfalls droht eine weitere Verschlechterung der Erhaltungszustände genau jener Lebensraumtypen und Arten, deren Verbesserung Ziel der Verordnung ist. Eine solche Verschlechterung widerspricht ausdrücklich den Vorgaben der Verordnung selbst.
Der Nationale Wiederherstellungsplan und die Öffentlichkeitsbeteiligung im Zuge seiner Erstellung stellen den ersten Lackmustest für die Umsetzung der Naturwiederherstellungsverordnung dar. Die bislang vorliegenden Unterlagen und Beteiligungsprozesse bleiben jedoch erschreckend oberflächlich und lassen weder eine belastbare Datengrundlage noch eine realistische Umsetzungsstrategie erkennen.
Der Verband der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur fordert daher eine grundlegende Überarbeitung des Nationalen Wiederherstellungsplans auf Basis belastbarer Datengrundlagen, transparenter Finanzierungsstrategien und einer echten Beteiligung der Flächennutzer. Ohne diese Voraussetzungen ist ein Scheitern der Umsetzung absehbar.

       2. Übergeordnete Maßnahmen
- Er. Nr. 5 Wildnisfonds
„In Deutschland soll wieder mehr Wildnis entstehen. Laut Nationaler Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) soll sich die Natur auf mindestens zwei Prozent der Fläche Deutschlands wieder nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten entwickeln. […]
Fördermittel werden für den Erwerb von geeigneten Flächen und Nutzungsrechten gewährt und damit verbunden die dauerhafte Sicherung der Flächen für die Wildnisentwicklung bzw. eigendynamische Entwicklung gewährleistet.“
VDBA: Der Einsatz erheblicher öffentlicher Mittel für den Flächenerwerb, mit dem Ziel dauerhafter Nutzungsaufgabe / Sicherung der Flächen für die Wildnisentwicklung bzw. eigendynamische Entwicklung, ist im Bereich der Feuchtgebiet-Ökosysteme, vor allem der Seen, absolut kritisch zu betrachten. Die zur Fischproduktion genutzten Seen/Teiche haben hochgradige Ökosystemleistung und tragen wesentlich zur Grundwasserbildung, zum Wasserrückhalt in der Fläche, zur Klimaregulation und zum Habitat Angebot für geschützte Wildtiere bei.
Teichwirtschaften sind Hot-Spots der Biodiversität (daher meist als FFH oder Natura 200 Gebiete deklariert) und als solche vor Verwilderung, Verbuschung und Sukzession zu schützen, um ihre Schutzziele beibehalten zu können. Auch wenn teichwirtschaftlich genutzte Seen/Teiche Kulturlandschaften sind, die ihren Wert durch Nutzung haben, hat diese teils Jahrhundertelange Nutzung die schützenswerten Habitate geprägt und die Schutzziele hervorgebracht. Die Aufgabe der Bewirtschaftung und das überlassen der Flächen für eigendynamische Entwicklung würde diese Schutzziele durch Sukzession zu nicht machen, da die wertvollen aquatischen Habitate ohne Pflege in kürzester Zeit Verlanden und Verbuschen würden. Dies wäre für die seltenen aquatischen und amphibischen Arten die Teichwirtschaften ihr Zuhause nennen sowie für die Grundwasserspeicherung zur Generierung von Trinkwasser fatal und würde auch für Zugvögel, lokale Wildtiere und Pflanzen den Verlust kompletter Lebensräume bedeuten.
Der Lebensraum würde umgewandelt und letztendlich zu Wald deklariert werden, die wichtigen Ökosystemleistungen von aquatischen Habitaten, sowie die bedrohten und geschützten (semi-)aquatischen Arten, wären jedoch in kürzester Zeit unwiederbringlich verloren, oder nur durch sehr kosten- und arbeitsintensiven Aufwand wiederherzustellen.

- Bundesprogramm Biologische Vielfalt (BPBV)
„Die geförderten Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren. Sie müssen dem Schutz und der nachhaltigen Nutzung sowie der Entwicklung der biologischen Vielfalt dienen und über die rechtlich geforderten Standards hinausgehen. […] Mit dem Bundesprogramm werden Vorhaben in fünf Förderschwerpunkten gefördert, denen im Rahmen der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter und maßstabsetzender Weise umsetzen:
- Arten in besonderer Verantwortung Deutschlands (Verantwortungsarten)
- Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland
- Sicherung von Ökosystemleistungen […]“
VDBA: Der VDBA unterstützt das BPBV ausdrücklich, weist jedoch darauf hin, dass es Möglichkeiten der Unterstützung von Teichwirtschaften (Hotspots der Biodiversität und Erbringer wichtiger Ökosystemleistungen) als natürliches Wasserreservoir geben sollte. Als besonders wichtig erachten wir auch, dass eine Finanzierung der nachhaltigen Nutzung und der Pflege von Teichwirtschaften, FFH- und Natura-2000-Gebieten durch Flächenausgleichsprogramme oder zusätzliche Förderung möglich gemacht werden muss. Es kann nicht sein, dass der Erhalt dieser wichtigen Gebiete und der darin vorkommenden schützenswerten Arten durch Mangel an Finanzierungsoptionen für die Instandhaltung und Pflege gefährdet ist.
 
    3. Spezifische Maßnahmen für Artikel 4
- Neu-Etablierung von Amphibien-Habitaten (DE-000031)
VDBA: Der VDBA begrüßt die DE-000031 grundsätzlich, weist jedoch darauf hin, dass wichtige aquatische Habitate in der Binnenaquakultur und Teichwirtschaft bereits bestehen, diese aber zunehmend gefährdet sind. Der Verlust familiengeführter Betriebe, da eine Wirtschaftlichkeit durch Prädation (Kormorane, Reiher, Haubentaucher und Fischotter) oft nicht mehr gegeben ist, führt unweigerlich zur Aufgabe der Bewirtschaftung. Dies führt zum Verlust ganzer aquat. Kulturlandschaften durch Sukzession, deren Biodiversität durch Nutzung gesichert wurde. Würde mehr in den Schutz bestehender Habitate investiert und die Ökosystemdienstleistungen der Teichwirtschaften mehr anerkannt, müssten teils gar keine neuen Habitate etabliert werden.
Weiterhin ist wichtig, dass auch neue Habitate für spezifische Amphibien-Arten gepflegt werden müssen um ihren Wert als Habitat für diese Arten zu erhalten (Bsp. Gelbbauchunke/ Sorraia-Wildpferde). Eigendynamische Wildnisentwicklung ist keine Option.
weiterlesen
Nachhaltigkeit Treffen zum Aalschutz und Fischbestandsmanagement in Cloppenburg
29.05.2026

Treffen zum Aalschutz und Fischbestandsmanagement in Cloppenburg

VDBA trifft Parlamentarische Staatssekretärin Silvia Breher in Niedersachsen

Cloppenburg – Am 29.05.2026 trafen sich auf Einladung des Landesfischereiverband Nds e.V. Vertreter:innen aus Politik und Fischerei zu einem Fachgespräch mit der Parlamentarischen Staatssekretärin Silvia Breher rund um den Schutz des Europäischen Aals und die nachhaltige Bewirtschaftung von Fischbeständen. Die Moderation übernahm Torben Heese, Vorsitzender des Landesfischereiverbands Niedersachsen, ergänzt von Ronald Menzel, Vorsitzender der Initiative zum Schutz des europäischen Aals e.V.

Im Mittelpunkt standen aktuelle Berichte zur Aalbestandssituation sowie die Diskussion über bestehende und geplante Aalschutzstrategien, sowie deren mögliche Finanzierung.

Weitere Themen waren die Problematik von Fischprädatoren und potentielle Maßnahmen zum Schutz von Fischbeständen.

Im Anschluss besuchten die Teilnehmer:innen den Aalhof Götting in Cloppenburg. Bei einem ausführlichen Betriebsrundgang erhielten die Gäste Einblicke in die Praxis der Aalaufzucht.

Titelfoto (von li nach re): 
Christoph Eilers, CDU - Wahlkreis Cloppenburg; 
Ronald Menzel, Vorsitzender der Initiative zum Schutz des europäischen Aals e.V., Geschäftsführer und Vizepräsident VDBA; 
Gerd Götting, sen. Chef Aalhof Götting;
PStS Silvia Breher;
Carsten Brauer, Geschäftsführer Landesfischereiverband Nds e.V.;
Dr. Anja Oest, Geschäftsführerin VDBA e.V.;
Manfred Tannen, Stellv. Präsident Landwirtschaftskammer Niedersachsen;
Steffen Göckemeyer, Fischereiberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen;
Torben Heese, Vorsitzender Landesfischereiverband Nds e.V.;
Jan Götting, jun. Chef / Geschäftsleiter Aalhof Götting




  



































 
weiterlesen
Nachhaltigkeit Gemeinsamer Brief von Aquakultur- und Fischereiverbänden zum mehrjährigen Finanzrahmen an die EU-Behörden
23.02.2026

Gemeinsamer Brief von Aquakultur- und Fischereiverbänden zum mehrjährigen Finanzrahmen an die EU-Behörden

Dieser fordert die Staats- und Regierungschefs der EU auf, im nächsten Haushalt (2028–2034) eine angemessene Finanzierung für die Aquakultur und die Fischerei sicherzustellen.

Die FEAP hat gemeinsam mit Europeche, EAPO und Seafood Europe einen gemeinsamen Brief an die Staats- und Regierungschefs der EU gerichtet, in dem sie diese dringend auffordert, im nächsten EU-Haushalt (MFR 2028–2034) eine angemessene Finanzierung für die Aquakultur und die Fischerei sicherzustellen.
Der aktuelle Vorschlag würde eine Kürzung der dafür vorgesehenen Mittel um über 67 % bedeuten, was ein ernsthaftes Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit, die Nachhaltigkeit und den Beitrag unseres Sektors zur Ernährungssicherheit der EU darstellt.
Wir unterstützen die Position des Europäischen Parlaments: Mindestens 6,1 Milliarden Euro (inflationsbereinigt) müssen im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik zweckgebunden für Fischerei und Aquakultur bereitgestellt werden.


Sehr geehrte Kommissare,
wir, als Vertreter des europäischen Fischerei- und Aquakultursektors, sind äußerst besorgt darüber, dass die Bedürfnisse des Fischerei- und Aquakultursektors in der derzeitigen Fassung des Vorschlags für den mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2028–2034 nicht ausreichend berücksichtigt werden.
In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auf die entschiedenen und übereinstimmenden Standpunkte des Europäischen Parlaments und des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses hinweisen.
Beide EU-Organe haben deutlich die Notwendigkeit eines spezifischen und verstärkten Finanzrahmens für die Fischerei unterstrichen, einschließlich einer garantierten Zuweisung von mindestens 6,1 Mrd. EUR – wie im aktuellen MFR –, inflationsbereinigt, was den Status der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) als ausschließliche Zuständigkeit der EU und die strategische Bedeutung von Fischerei und Aquakultur für Ernährungssicherheit, Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und den Zusammenhalt in den Küstenregionen widerspiegelt. Diese breite institutionelle Übereinstimmung bildet eine solide Grundlage für die Stärkung des Vorschlags der Kommission.
Fischerei und Aquakultur als Säulen der Ernährungssicherheit und strategischen Autonomie der EU
Die Kommission hat wiederholt betont, dass Ernährungssicherheit ein Kernbestandteil der strategischen Autonomie der Union ist. Fischerei und Aquakultur sind in dieser Hinsicht unverzichtbar. Sie liefern hochwertiges, kohlenstoffarmes Eiweiß, unterstützen diversifizierte Lieferketten und verringern die Abhängigkeit von Importen in einem globalen Kontext, der durch zunehmende geopolitische und klimabedingte Unsicherheiten gekennzeichnet ist.
Der aktuelle Vorschlag für den MFR 2028–2034 sieht jedoch eine Kürzung der zweckgebundenen Mittel für Fischerei und Aquakultur um mehr als 67 % im Vergleich zum aktuellen Programmplanungszeitraum vor. Die Wiederherstellung der Mittel für Fischerei und Aquakultur auf ein Niveau, das eine proportionale Behandlung aller Primärsektoren widerspiegelt, würde eine begrenzte Haushaltsanpassung auf EU-Ebene erfordern, gleichzeitig aber erhebliche Vorteile in Bezug auf Ernährungssicherheit, Resilienz und territorialen Zusammenhalt mit sich bringen.
 
Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und politische Umsetzung
Die Kommission hat immer wieder betont, dass Wettbewerbsfähigkeit und Innovation für die Zukunft der europäischen Wirtschaft von zentraler Bedeutung sind, einschließlich der Sektoren Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie der blauen Wirtschaft. Für die Fischerei und Aquakultur ist eine angemessene und vorhersehbare Finanzierung eine Voraussetzung für Investitionen in Dekarbonisierung, Digitalisierung, Selektivität, Datenerhebung, Kontrolle, Verbesserung der Umweltleistung und Innovation.
Das derzeit im Vorschlag für den MFR 2028–2034 vorgesehene Finanzierungsniveau würde die Fähigkeit des Sektors, diesen Erwartungen gerecht zu werden, erheblich einschränken. Es würde die Fähigkeit der Union schwächen, die rechtsverbindlichen Ziele der GFP zu erreichen, und die Gefahr einer wachsenden Kluft zwischen regulatorischen Ambitionen und operativer Realität mit sich bringen. Dies würde letztlich die Wirksamkeit der Politik, das Vertrauen der Investoren und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Sektors untergraben.
Eine mit angemessenen finanziellen Mitteln ausgestattete GFP ist kein Kostenfaktor, sondern eine strategische Investition in die Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Lebensmittelsystems und der maritimen Wirtschaft.
 
Führung, Rechtssicherheit und wirksame Umsetzung
Die Kommission hat zudem stets die Bedeutung von Vereinfachung, Rechtssicherheit und wirksamer Führung in den EU-Ausgabenprogrammen hervorgehoben. Fischereibezogene Maßnahmen stützen sich jedoch weitgehend auf unverbindliche Verweise in den nationalen Aufbau- und Resilienzplänen, ohne dass gewährleistet ist, dass die Mitgliedstaaten ausreichende Mittel bereitstellen werden. Somit besteht die Gefahr, dass Fischerei und Aquakultur im Rahmen des vorliegenden Vorschlags mit anderen, höher priorisierten nationalen Politikbereichen (z. B. Sicherheit und Verteidigung) konkurrieren, was dazu führt, dass Fischerei und Aquakultur nicht die erforderliche Mindestfinanzierung auf nationaler Ebene erhalten, wodurch erhebliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten und eine Diskrepanz zwischen den politischen Zielen der EU und den auf EU-Ebene bereitgestellten Mitteln entstehen.
Für eine vollständig harmonisierte EU-Politik, die in die ausschließliche Zuständigkeit der Union fällt, birgt dieser Ansatz die Gefahr einer fragmentierten Umsetzung und einer Schwächung der politischen Kohärenz. Die Einführung spezifischer Rechtsvorschriften für Fischerei und Aquakultur würde die Vorhersehbarkeit erhöhen, eine einheitliche Umsetzung in allen Mitgliedstaaten gewährleisten und die Glaubwürdigkeit des EU-Handelns in Küsten- und Flussanrainerregionen stärken.
 
Territorialer Zusammenhalt und soziale Widerstandsfähigkeit
Fischerei, Aquakultur und die Verarbeitung von Fischereierzeugnissen sind integraler Bestandteil des wirtschaftlichen und sozialen Gefüges vieler Küsten-, Fluss- und Regionen in äußerster Randlage. In vielen Gebieten sichern sie einen erheblichen Anteil der Beschäftigung und der lokalen Wirtschaftstätigkeit und tragen damit unmittelbar zum territorialen Zusammenhalt und zur sozialen Widerstandsfähigkeit bei – Ziele, die die Kommission zu Recht in den Mittelpunkt des europäischen Projekts gestellt hat.
Die Gewährleistung einer sichtbaren und greifbaren Unterstützung der Küstengemeinden durch die EU ist daher von entscheidender Bedeutung, um Vertrauen, Stabilität und ein konstruktives Engagement für die politischen Ziele der Union aufrechtzuerhalten.
 
Vorgeschlagener Weg nach vorn
Im Einklang mit den Standpunkten des Europäischen Parlaments und des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses und in voller Übereinstimmung mit den Prioritäten der Kommission in den Bereichen Ernährungssicherheit, strategische Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit schlagen wir respektvoll folgende gezielte Anpassungen vor:
•             Wiederherstellung von Fairness und strategischem Gleichgewicht im nächsten EU-Haushalt durch eine Erhöhung der zweckgebundenen Mindestzuweisung für Fischerei und Aquakultur, sodass zumindest das derzeitige Finanzierungsniveau des MFR real (inflationsbereinigt) gewahrt bleibt, sowie durch die Gewährung des Zugangs des Sektors zur vorzeitigen Inanspruchnahme von Mitteln aus der mittelfristigen Überprüfung. Dies würde die derzeitige Unverhältnismäßigkeit korrigieren, die Ernährungssicherheit und Autonomie der EU stärken, die Kohärenz zwischen den Mitgliedstaaten gewährleisten und dringende Investitionen in Wettbewerbsfähigkeit, Flottenmodernisierung, Digitalisierung und Generationswechsel in Küsten- und ländlichen Regionen ermöglichen.
•    Sicherstellung der Glaubwürdigkeit und Umsetzbarkeit der Gemeinsamen Fischereipolitik durch die Verankerung verbindlicher Finanzierungsgarantien im künftigen MFR. Dies sollte die obligatorische Zuweisung von NRP-Mitteln (Nationale Reformprogramme/Pläne) für die Kernprioritäten der GFP sowie einen geschützten Finanzrahmen für Kontrolle und Datenerhebung umfassen, um zu verhindern, dass diese Verpflichtungen Investitionen in Nachhaltigkeit, Innovation und Resilienz verdrängen.
Die europäischen Wertschöpfungsketten in der Fischerei und Aquakultur bleiben ein engagierter und konstruktiver Partner bei der Verwirklichung der Ziele der Union.
Wir sind überzeugt, dass eine ausgewogene und angemessen finanzierte GFP die Fähigkeit der EU stärken wird, in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld strategisch, wettbewerbsfähig und nachhaltig zu handeln.
Wir würden die Gelegenheit begrüßen, in einen weiteren Dialog mit Ihnen und den zuständigen Mitgliedern des Kollegiums zu treten, um zu einem kohärenten, widerstandsfähigen und zukunftsorientierten Rahmen beizutragen.
Im Namen der europäischen Fischerei- und Aquakultursektoren sowie der Lieferketten

Das Dokument kann im englischen Original unten rechts heruntergeladen werden.
weiterlesen
Nachhaltigkeit ​Berliner Agrarministerkonferenz 2026: Ein Ort für Brücken, nicht für Gräben
18.01.2026

​Berliner Agrarministerkonferenz 2026: Ein Ort für Brücken, nicht für Gräben

Ministerinnen und Minister aus rund 60 Staaten wollen effizientere Wassernutzung in der Landwirtschaft fördern

Unter Vorsitz des Bundesministers für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, fand heute die 18. Berliner Agrarministerkonferenz mit Agrarministerinnen und Agrarministern aus 61 Staaten sowie Vertreterinnen und Vertretern von 14 internationalen Organisationen statt. In ihrer Abschlusserklärung betonten die Ministerinnen und Minister, dass die Landwirtschaft auf ausreichend Wasser angewiesen ist, um Lebensmittel zu produzieren. Landwirtschaft spielt damit eine Schlüsselrolle für die globale Ernährungssicherheit. Zugleich machten die Agrarminister deutlich, dass die Landwirtschaft als einer der größten Wassernutzer ein zentraler Teil der Lösung bei der Bewältigung von Wasserknappheit ist. Sie kann entscheidend zu einer nachhaltigen Wassernutzung beitragen und wirksame Lösungen für eine globale Wasserresilienz liefern.
 
Dazu sagt Bundesminister Rainer: „Wasser entscheidet über Ernten, Ernten entscheiden über Ernährung und eine gesicherte Ernährung entscheidet über unsere Zukunft. Uns Agrarministerinnen und Agrarminister eint ein Auftrag: die Produktivität der Land- und Ernährungswirtschaft zu stärken, Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und damit die Einkommen der Höfe zu stabilisieren. Und dabei ist klar: Landwirtschaft braucht Wasser.
Ich freue mich, dass heute von Berlin das klare Bekenntnis ausgeht, dass die Landwirtschaft nicht das Problem, sondern ein zentraler Teil der Lösung für eine nachhaltige Wassernutzung ist. Darauf haben wir uns in unserer Abschlusserklärung verständigt. Diese Abschlusserklärung ist der Ausdruck unseres gemeinsamen Willens, Verantwortung zu übernehmen. Wir bekennen uns dazu, eine effizientere Wassernutzung in der Landwirtschaft zu fördern, etwa durch präzise Bewässerung, Wassereinsparung, besseren Bodenschutz und die Reduzierung von Lebensmittelverlusten. Das zeigt, dass die Agrarministerkonferenz ein Ort für Brücken ist, nicht für Gräben.“
 
Die Ministerinnen und Minister haben zudem gefordert, die Stimme der Landwirtschaft im Vorfeld der UN-Wasserkonferenz 2026 zu stärken und den Sektor in der globalen Wasserpolitik einzubeziehen. 

Die wichtigsten Punkte der Abschlusserklärung für die Fischerei sind:
2. Wir unterstreichen, dass Wasser für alles Leben auf der Erde, für unsere Volkswirtschaften und für unsere Ernährungssysteme unverzichtbar ist. Unsere Landwirtinnen und Landwirte und Fischerinnen und Fischer sind auf Wasser angewiesen, um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Wasserstress ist jedoch eine der größten Bedrohungen des 21. Jahrhunderts, unter der mehr als zwei Milliarden Menschen leiden. … Landwirtschaft, Fischerei und Aquakultur sind weltweit stark von wachsender Wassernutzungskonkurrenz betroffen, was es immer schwieriger macht, ihre Rolle bei der Gewährleistung von Ernährungssicherheit und -qualität und der schrittweisen Verwirklichung des Rechts auf angemessene Nahrung zu erfüllen. …

Blaue Bioökonomie stärken
13.
In Übereinstimmung mit dem GFFA-Kommuniqué 2025 zur Bioökonomie betonen wir die zentrale Rolle einer nachhaltigen blauen Bioökonomie für alle Branchen und Sektoren, die mit Ozeanen, Meeren, Küsten und Seen und ihren lebenden Ressourcen in Verbindung stehen. Wir erkennen darüber hinaus das Potenzial der blauen Bioökonomie an, die Ernährungssicherheit zu steigern und gleichzeitig die Einkommensdiversifizierung für lokale Gemeinschaften in küstennahen und ländlichen Gebieten zu stärken und traditionelles Wissen zu schützen. Wir verpflichten uns zu einer effektiven Erhaltung, Bewirtschaftung, Wiederherstellung und nachhaltigen Nutzung von lebenden aquatischen Ressourcen und Wasser. Dazu gehört die Förderung nachhaltiger Fischerei und Aquakultur sowie die Verbesserung der Nutzbarmachung, Verarbeitung und Wertschöpfung von Produkten aus aquatischen Ressourcen im Einklang mit den FAO-Leitlinien für nachhaltige Aquakultur.

16. Wir sehen die Notwendigkeit, Innovationen, Entwicklung und inklusive Marktintegration in Bezug auf nachhaltig produzierte aquatische Biomasse, insbesondere vielversprechende, jedoch derzeit unzureichend genutzte Ressourcen wie Algen und Restrohstoffe aus Fischerei und Aquakultur, zu unterstützen. Wir heben die Notwendigkeit hervor, soziales Bewusstsein und Akzeptanz von neuen Produkten der blauen Bioökonomie zu steigern.

20. Wir erkennen an, dass der Zugang zu Wasser für die Nahrungsmittelproduktion von zentraler Bedeutung ist. Wir nehmen Kenntnis vom „Globalen Dialog zu Nutzungs- und Besitzrechten an Wasser“5 der FAO, der alle FAO-Mitglieder ermutigt, sich der politischen Initiative anzuschließen, um einen kontextspezifischen, gleichberechtigten, zeitgerechten und sicheren Zugang zu Wasserressourcen zu unterstützen.
Internationale Wasser Governance stärken

22. Internationale und regionale Zusammenarbeit und Koordination bei Wasser bei gleichzeitiger Achtung der nationalen Souveränität ist entscheidend für eine effektive Bekämpfung von Wasserstress. Daher sind wir bestrebt, zu größerer Bewusstheit, Kohärenz und Effektivität der Wasser Governance im VN-System und darüber hinaus beizutragen. Damit werden wir die Stimme der Landwirtschaft, der Fischerei und der Aquakultur bei wasserpolitischen Entscheidungen stärken. Wir unterstreichen, dass diese zentralen Akteure Fachwissen einbringen und den Weg zu globalen Lösungen weisen.

28. Angesichts der dringenden Notwendigkeit, Wassersicherheit und Wasserresilienz zu steigern, und im Vorfeld der VN-Wasserkonferenz 2026 und darüber hinaus rufen wir die internationale Gemeinschaft auf:
  • die Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur als zentrale Sektoren in die Entscheidungsfindung innerhalb der Wasserpolitik einzubinden; …
weiterlesen
Nachhaltigkeit Young Fisherman erhält FEAP–Laschinger NextGen Award bei FEAP-Generalversammlung in München
28.11.2025

Young Fisherman erhält FEAP–Laschinger NextGen Award bei FEAP-Generalversammlung in München

VDBA richtet FEAP-Generalversammlung aus

Die FEAP-Generalversammlung ist das jährliche Treffen des Verbandes europäischer Aquakulturproduzenten. Dieses Jahr fand sie am 27. & 28. November in München, organisiert vom VDBA mit freundlicher Unterstützung von trouw nutrition, statt.

Das Highlight des zweitägigen Meetings war die erstmalige Vergabe des FEAP–Laschinger NextGen Awards.
Der VDBA ist besonders stolz, dass als erster Preisträger ein leuchtender Stern unserer Young Fishermen von der internationalen Jury einstimmig ausgewählt wurde!
Die moderne Indoor-Zuchtanlage von Josef Stier in Bärnau verfügt über eigene Tiefbrunnen, einen mit Hackschnitzel befeuerten Holzvergaser, ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaik-Anlage. Diese Kombination macht es möglich, eine nachhaltige und kosteneffiziente Produktion von Zander, Aalen, Regenbogenforellen, Bachforellen, Lachsforellen und sogar Garnelen sicherzustellen. Weil das Wasser in den Kreislaufanlagen kontinuierlich mechanisch und biologisch gereinigt sowie mit UV-Licht behandelt wird, ist auch der Wasserverbrauch extrem niedrig. Im Rahmen eines Forschungsprojekts mit der Landesanstalt für Landwirtschaft wird in einer modernen robotergestützten Anlage zusätzlich eigenes, hochwertiges und proteinreiches Fischfutter in Kreislaufproduktion aus organischen Abfällen für schwarze Soldatenfliegen produziert.
Dieses innovative, ganzheitliche Konzept ist ein Leuchtturm-Beispiel für nachhaltige und verantwortungsvolle Lebensmittelproduktion und verdient die Anerkennung durch den FEAP–Laschinger NextGen Award.

Wir gratulieren Josef Stier ganz herzlich zu dieser wohlverdienten Anerkennung!
 

































Foto von links nach rechts: FEAP Präsidentin Lara Barazi, VDBA Präsident Bernhard Feneis, Preisträger Josef Stier, Lauri Laschinger (Enkel des kürzlich verstorbenen Preisstifters Rudolf Laschinger) und Ulrike Müller (Abgeordnete im Bayerischen Landtag, Europaabgeordnete bis 2024)
weiterlesen
Nachhaltigkeit Anhörung zu „Wasserresilienzstrategie“ und „Kormorane“ im European Agriculture and Fisheries Council
25.09.2025

Anhörung zu „Wasserresilienzstrategie“ und „Kormorane“ im European Agriculture and Fisheries Council

Der Europäische Rat für Landwirtschaft und Fischerei (Agriculture and Fisheries Council) hat am 23. September 2025 zu den Themen „Wasserresilienzstrategie“ und „Kormorane“ unter dem Punkt "Any Other Business" eine Anhörung gehabt.
Beide Mitschnitte der öffentlichen Sitzung sind hier in deutscher Sprache als Download abrufbar.

Die Kommission will offensichtlich keine schnellen Lösungen zum Kormoranproblem finden, sondern nur weitere neue Leitlinien entwickeln.
Dabei bedarf es sofortiger Handlung, zum Schutz der Biodiversität, der Gewässergüte, vor Schäden in der Aquakultur und zum Erhalt der fischereilichen Nutzungsfähigkeit unserer Gewässer.
Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, damit die EU das offensichtliche Problem nicht weiter auf die lange Bank schiebt und endlich gehandelt wird.
weiterlesen
Nachhaltigkeit FEAP veröffentlicht "FAKTEN ÜBER FINFISCH AQUAKULTUR"
26.02.2025

FEAP veröffentlicht "FAKTEN ÜBER FINFISCH AQUAKULTUR"

Grafiken zur europäischen Fischproduktion

Die FEAP (Federation of the European Aquaculture Producers) hat Infografiken zur europäischen Fischerzeugung veröffentlicht. Darin wird einmal mehr die Bedeutung der Branche für eine nachhaltige Ernhährung und für die Erbringung von zahlreichen Ökosystemdienstleistungen dargestellt.

Die Grafiken sind im englischen Original und deutscher Übersetzung beigefügt. 
weiterlesen
Nachhaltigkeit Verhaltenskodex für die europäische Aquakultur veröffentlicht
28.01.2025

Verhaltenskodex für die europäische Aquakultur veröffentlicht

Das Hauptziel dieses Verhaltenskodex, der von der Föderation der europäischen Aquakulturproduzenten (FEAP) erstellt wurde, besteht darin, die verantwortungsvolle Entwicklung und das Management eines lebensfähigen europäischen Aquakultursektors zu fördern, um einen hohen Standard bei der Produktion von Qualitätslebensmitteln zu gewährleisten und dabei Umweltaspekte und die Anforderungen der Verbraucher zu berücksichtigen.
Als Verhaltenskodex dient dieses Dokument dazu, Leitprinzipien für diejenigen in Europa festzulegen und zu empfehlen, die lebende Fischarten durch Aquakultur produzieren.
Der Kodex zielt nicht darauf ab, zwischen den Arten oder den Arten oder Größenordnungen von Betrieben zu unterscheiden, die im europäischen Aquakultursektor anzutreffen sind.
Sein Zweck ist es, durch eine wirksame Selbstregulierung eine gemeinsame Grundlage für die sektorale Verantwortung innerhalb der Gesellschaft zu schaffen und die Überlegungen des Produktionssektors in Bezug auf die von ihm gezüchteten Fische, die Umwelt und den Verbraucher aufzuzeigen.


 
weiterlesen
Nachhaltigkeit Offener Brief der FEAP und Copa Cogeca an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
08.10.2024

Offener Brief der FEAP und Copa Cogeca an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

Verschiedene Erzeugerorganisationen, u.a. die FEAP (Federation of European Aquaculture Producers) und die Copa Cogeca haben sich in einem offenen Brief an die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt. Der Brief (sowie eine deutsche Übersetzung) kann heruntergeladen werden.
Die genannten Ziele sollen in das Visionspapier einzug finden und die EU-Landwirtschaft der nächsten Jahre mitgestalten.

Ziele sind u.a.:
- Neue Kenntnisse über Tierwohl und Tiergesundheit sollten den Erzeugern und den Veterinären einfacher zugänglich sein.
- Es sollte bei Ernährungsempfehlungen keine pauschale Ablehnung tierischer Lebensmittel erfolgen. Besser ist es die Verbraucher über die Erzeugung und Verarbeitung zu informieren. 
- Berücksichtigung sozioökonomischer Faktoren beim Erlass neuer Tierschutzvorschriften




 
weiterlesen
Nachhaltigkeit WORKSHOP ZUR ZUKUNFT DER AQUAKULTUR  14. OKTOBER 2024, BRÜSSEL
12.08.2024

WORKSHOP ZUR ZUKUNFT DER AQUAKULTUR 14. OKTOBER 2024, BRÜSSEL

Die ungarische Ratspräsidentschaft der Europäischen Union veranstaltet am 14. einen Workshop zur Zukunft der Aquakultur Oktober 2024 in der Ständigen Vertretung Ungarns bei der Europäischen Union (Rue de Trèves 92-98, Brüssel, Belgien). Der halbtägige Workshop wird organisiert von der Ungarischen Aquakultur-Technologie- und Innovationsplattform (HUNATiP). Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, Vertreter der zusammenzubringen Europäische Institutionen, Industrieorganisationen und Mitgliedstaaten zur Diskussion die unterschiedlichen Ansichten und Empfehlungen zum weiteren Vorgehen für die Aquakultur Sektor der EU. Die formelle Einladung und das Programm werden zu gegebener Zeit verschickt. Wenn Sie Fragen haben, können Sie uns gerne unter kontaktieren HUFISH24@mfa.gov.hu.
weiterlesen
Nachhaltigkeit Tirschenreuther Teichlandschaft gewinnt den Deutschen Kulturlandschaftspreis
23.01.2024

Tirschenreuther Teichlandschaft gewinnt den Deutschen Kulturlandschaftspreis

„Wir haben wunderbare Bewerbungen aus ganz Deutschland erhalten, die deutlich machen, wie engagiert sich Landschaftspflege- und Bürgervereine, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbände, aber auch einzelne Landwirte um den Erhalt der Kulturlandschaft kümmern“, zieht Susanne Schulze Bockeloh, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft, eine sehr positive Bilanz der erstmaligen Ausschreibung.

Aus insgesamt 61 Bewerbungen wurden 4 Gewinner ausgelotet, die sich im besonderen Maße für den Erhalt und ressourcenverträgliche Weiterentwicklung der über Jahrhunderte gewachsenen, bäuerlich geprägten Kulturlandschaft einsetzen. Dabei soll die Bewirtschaftung
ökonomisch rentabel, ökologisch intakt, sozial stabil und kulturell vielfältigist sein.

Für den Erhalt der artenreichen Kulturlandschaft "Karpfenteich" und die zeitgemäße Inwertsetzung der traditionellen Teichwirtschaft erhielt die ARGE Fisch am 22.01.2024 den Deutschen Kulurlandschaftspreis.

Weitere Infos: Hier

Bild (v.l.nr.r): 
Gisela Reetz - Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft
Dr. Mariya Ransberger - FLAG Managerin
Anna Klupp - Teichwirtin und Initiatorin der Bewerbung
Roland Grillmeier - Landrat des Landkreises Tirschenreuth
Susanne Schulze Bockeloh - Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft
Dr. Ludger Schulze Pals - Geschäftsführer der Landwirtschaftsverlag GmbH,Münster
weiterlesen
Nachhaltigkeit Die Aquakulturproduktion in der EU stagniert trotz Förderung
19.11.2023

Die Aquakulturproduktion in der EU stagniert trotz Förderung

EU Rechnungshof moniert diese Entwicklung

Die Aquakultur ist ein wichtiges Element der blauen Wirtschaft in der EU und kann, wenn sie nachhaltig betrieben wird, als Proteinquelle mit einem geringeren CO2-Fußabdruck dienen. Der Rechnungshof stellte fest, dass der strategische Rahmen der EU für die Aquakultur in den letzten Jahren verbessert wurde. Einige wichtige nationale Umweltstrategien tragen der Aquakultur jedoch nicht angemessen Rechnung, und Raumplanung und Genehmigungsverfahren der Mitgliedstaaten behindern nach wie vor das Wachstum der Aquakultur. Auf eine umfangreiche Aufstockung der für die Aquakultur im Zeitraum 2014–2020 verfügbaren EU-Mittel folgten eine relativ geringe Mittelausschöpfung und wenig anspruchsvolle Projektauswahlkriterien. Die Aquakultur in der EU verzeichnete in diesem Zeitraum wenig Wachstum, und es gibt keine zuverlässigen Indikatoren, um die Nachhaltigkeit des Sektors zu überwachen oder den Beitrag der aufgestockten EU-Mittel zu verfolgen.

Der Bericht des Rechnungshofs sowie die Antwort der Kommission sind als Download (deutsch) beigefügt. 

Weitere Infos: hier 

 
weiterlesen
Nachhaltigkeit Studie zu Auswirkungen des Klimawandels und generellen Stressfaktoren auf die Karpfenteichwirtschaft
20.10.2023

Studie zu Auswirkungen des Klimawandels und generellen Stressfaktoren auf die Karpfenteichwirtschaft

Im Rahmen seiner Doktorarbeit erforscht Hr. Maximilian Brönner die Auswirkungen des Klimawandels und generellen Stressfaktoren auf die Karpfenteichwirtschaft.
Teichwirte/innen sowie alle mit einem erweiterten Fachwissen in Bezug auf die Karpfenteichwirtschaft können ihre Erfahrungen mittels Onlinefragebogen einbringen.

Hier gehts direkt zum Fragebogen
Link für Deutschland: https://fau.questionpro.eu/t/AB3usalZB3viXA 
Link für Österreich: https://fau.questionpro.eu/t/AB3usalZB3vkYi
Link für die europäische Version (engl.): https://fau.questionpro.eu/t/AB3usalZB3vlT7

Weitere Infos:
Um was geht es: In dieser Online-Befragung werden primär die Auswirkungen des Klimawandels auf die
Karpfenteichwirtschaft in Deutschland und deren mögliche Anpassungsstrategien erhoben. Neben klimatischen
Faktoren stehen auch weitere Stressfaktoren, wie beispielsweise die Prädationsproblematik, im Fokus der
Untersuchung.
  • Wer führt die Befragung durch? Die Online-Befragung wurde im Rahmen des Promotionsvorhabens von Maximilian Brönner entwickelt, welcher an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg als Doktorand zu diesen Themen in der Karpfenteichregion Aischgrund forscht.
 
  • Wer wird befragt? Diese Befragung richtet sich einerseits an Karpfenteichbewirtschaftende in ganz Deutschland sowie andererseits an Expertinnen/Experten, die in diesem Feld tätig sind. Hier sind jegliche Betriebsformen (z.B. Haupt-, Neben-, Freizeiterwerb) sowie externe fachliche Expertisen rund um das Thema der Karpfenteichwirtschaft erwünscht!
 
  • Was passiert mit Ihren Angaben? Ihre Antworten dienen ausschließlich Forschungszwecken. Sie werden streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Direkte Rückschlüsse auf Ihre Person sind nicht möglich. Diese Erhebung unterliegt der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).
 
  • Wie lange dauert die Befragung? Die Beantwortung dauert ca. 20-30 Minuten.
 
  • Sie kennen weitere Personen, die sich für diese Erhebung ebenso interessierten könnten?
Helfen Sie bei der Verbreitung dieses Fragebogens und leiten Sie diese Anfrage einfach weiter.
weiterlesen
Nachhaltigkeit YFM in Indien
04.06.2023

YFM in Indien

Young Fishermen auf dem Weg zu einem der größten Aquakulturproduzenten der Welt

Als Vertreter der jungen Generation Fischer/innen besuchten Katharina Böckl und Josef Stier, zusammen mit dem VDBA Präsidenten Bernhard Feneis Indien. Der Subkontinent ist einer der größten Aquakulturproduzenten weltweit. In einem internationalen Workshop wurden die Chancen der Aquakultur im Hinblick auf zukünftige Herausforderungen erörtert. 
Der ausführliche Bericht ist als Download beigefügt. 
weiterlesen
Nachhaltigkeit Die Leopoldina veranstaltet einen Workshop zur Nachhaltigen Aquakultur
08.04.2023

Die Leopoldina veranstaltet einen Workshop zur Nachhaltigen Aquakultur

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sucht acht Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler mit herausragendem Profil für den Workshop "Sustainable Aquaculture - Environmental Impacts and Food Security", der vom 16. bis 19. Oktober 2023 in Berlin stattfindet. Der Workshop wird gemeinsam mit der Academia Brasileira de Ciências (ABC) organisiert. Ziel des Workshops ist es, aktuelle und neue Herausforderungen und Bedürfnisse im Bereich der nachhaltigen Aquakultur zu untersuchen, zu bewerten und zu diskutieren. Das Ergebnis wird ein Strategiepapier sein, das von beiden Akademien veröffentlicht und verteilt wird.

Details zum Bewerbungsverfahren finden Sie in beigefügtem Dokument (engl.). 
weiterlesen
Nachhaltigkeit “Münchner Merkur” und “Bild” berichten über die Streichung von Fisch aus dem Münchener KITA Speiseplan
06.01.2023

“Münchner Merkur” und “Bild” berichten über die Streichung von Fisch aus dem Münchener KITA Speiseplan

Der VDBA initiiert und koordiniert Stellungnahmen, um falsche Argumentation des Stadtrats zu entkräften

In verschiedenen Artikeln des “Münchner Merkur” und der “BILD” wurde berichtet, dass in Zuge der Neuausschreibung der Münchener KITA Verpflegung Fisch vom Speiseplan genommen werden soll.

Münchener Merkur

BILD 



Das Referat für Bildung in München und der Stadtrat argumentieren damit, dass Fisch Schwermetalle und Mikroplastik enthalte. Ebenso sei die Überfischung der Meere ein Grund für den zukünftigen Verzicht. Süßwasserfisch käme aufgrund der vorhandenen Gräten nicht in Betracht.

Sowohl das Fischinformationszentrum (FIZ) als auch das Bayerische Institut für Fischerei entkräften diese Argumente (s. beigefügte Downloads). 

Fisch ist aufgrund des hohen Eiweißgehalts und den enthaltenen ungesättigten Fettsäuren ein wesentlicher Bestandteil der gesunden Ernährung. So empfiehlt die "Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.", dass Fisch ein-bis zweimal die Woche auf dem Speiseplan stehen soll.

Sowohl das Fischinformationszentrum als auch das Institut für Fischerei legen dar, dass eine Pauschalaussage zur Überfischung der Meere nicht getroffen werden kann. Bei vielen Beständen erfolgt eine nachhaltige Nutzung. Diese kann auch durch Labels wie dem Marine Stwardship Council (MSC) nachvollzogen werden. Ebenso kann nicht pauschal von einer Belastung der Fischerzeugnisse gesprochen werden. Hierbei ist sowohl die Fischart als auch Art und Ort der Erzeugung bzw. des Fangs zu betrachten. Insgesamt kann durch eine engmaschige Kontrolle der Fischprodukte eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen werden.
Die Argumentation, dass Süßwasserfisch mehr Gräten enthalte als Seefisch ist unzutreffend. Durch eine entsprechende Verarbeitung der Fische können praktisch grätenfreie Endprodukte erzeugt werden, ebenso wie bei Seefisch. 

Insgesamt sollte natürlich auch bei der Gemeinschaftsverpflegung in KITAs darauf geachtet werden, dass regionale, nachhaltige Fische auf den Speiseplan kommen. 


Bild: Quelle BILD online
 
weiterlesen
Nachhaltigkeit   FAO Veranstaltung zur „Süßwasser Produktion“
28.07.2022

FAO Veranstaltung zur „Süßwasser Produktion“

Die FAO sieht die ländliche Teichwirtschaft geradezu als wegwegweisend für andere Gebiete, hinsichtlich Biodiversität, Sozioökonomie, und Nachhaltigkeit.

Zu der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) Veranstaltung in Vigo, Juli `22, wurde von den Gruppen „Süßwasser Produktion“ (VDBA) und „Muschelproduktion“ der FEAP eine Übersicht erarbeitet, welch besondere Bedeutung unserer Teichwirtschaft großräumig für die Regionen hat. Es geht um weit mehr als die Produktion gemessen in Tonnen, die Teichwirtschaft prägt Landschaften und viele Generationen der dort lebenden Bevölkerung. Dies konnten wir dort sehr deutlich machen, durch Vorträge und Redebeträge. Die Gesamtbedeutung unserer Teichwirtschaft wird mehr bei der FAO verstanden und wahrgenommen als in der EU Verwaltung.     

Die FAO sieht die ländliche Teichwirtschaft geradezu als wegwegweisend für andere Gebiete, hinsichtlich Biodiversität, Sozioökonomie, und Nachhaltigkeit.  Der VDBA betrachtet dies als Rückenstärkung in den Auseinandersetzungen mit den Brüsseler Behörden, wo viel mit diesen Begriffen argumentiert, aber häufig konträr gehandelt wird!
weiterlesen
Nachhaltigkeit Schlussfolgerungen des Rates zu neuen strategischen Leitlinien für die  Aquakultur in der EU
28.07.2022

Schlussfolgerungen des Rates zu neuen strategischen Leitlinien für die Aquakultur in der EU

Im Rahmen der FEAP Freshwater Kommision wurde eine Übersicht über die Bedeutung der europäischen Teichwirtschaft unter der verschiedensten Aspekten erarbeitet. Federführend war diesmal der Kollege aus Tschechien. Diese Arbeit unterstütze die Diskussion die im Juli im Parlament in Brüssel stattfand. 

Zitat:
Die Ministerinnen und Minister stellten ferner mit Besorgnis fest, dass die wachsenden Populationen von Prädatoren, insbesondere geschützter Arten wie Kormoran und Fischotter, für Aquakulturbetreiber in den letzten Jahren zu einem ernsthaften Problem geworden sind und viele Unternehmen ernsthaft geschädigt haben. Daher forderten sie die Kommission nachdrücklich auf, wirksame und effiziente EU-weite Bewirtschaftungsmaßnahmen zu ermitteln, um die durch Prädatoren verursachten Schäden zu verhindern oder zu mindern.
weiterlesen
Nachhaltigkeit Teichwirtschaft Thema in Brüssel
23.05.2022

Teichwirtschaft Thema in Brüssel

Als Reaktion zum Austausch vom 01.02.2022 hat der EU Umweltkomissar Virginijus Sinkevi?ius in einem Brief geantwortet. Die traditionelle Teichwirtschaft genießt auch auf EU-Ebene hohes Ansehen. Entsprechend soll diese Bewirtschaftsform in Zukunft erhalten und gefördert werden. Das Schreiben finden Sie als Download beigefügt. 

Hier zeigt sich, dass die enge Zusammenarbeit von Verbänden, wie dem VDBA, Politik, Praktikern und Verwaltung der Teichwirtschaft Gehör verschaffen kann.

Über das Treffen zwischen den Praktikern, Verbandsvertretern, EU Parlamentsabgeordneten und den Vertretern der Kommission haben wir berichtet: Biodiversitäts-Strategie der EU (vdba.org)
weiterlesen
Nachhaltigkeit Weil es nicht egal ist, wo der Fisch herkommt.
07.12.2021

Weil es nicht egal ist, wo der Fisch herkommt.

Fisch zu Weihnachten? Ja, bitte!

Fisch zu Weihnachten? Ja, bitte!

Obwohl mittlerweile von verschiedener Seite her suggeriert wird, dass Fischkonsum per se falsch und umweltschädlich ist, können wir euch beruhigen: „Guter“ Fisch gehört sich auf den Teller, für eine gesunde Ernährung ein- bis zweimal die Woche (1). Was ist denn jetzt „gut“? Laut Greenpeace zum Beispiel Karpfen aus extensiver Teichwirtschaft. (2)
Der Weihnachtskarpfen ist also gesichert! Lieber nicht? Warum man mit den alten Vorurteilen längst aufräumen kann und ihr auf jeden Fall zum Klassiker greifen solltet, erklären wir euch gerne.

Weil es nicht egal ist, wo der Fisch herkommt.

Regional = Verantwortungsvolle Fischzucht
Ein*e Fischzüchter*in hat vor allem ein Ziel: den Tieren soll es so gut gehen, wie nur irgend möglich. Die gute fachliche Praxis der extensiven Karpfenzucht erfüllt dies aus sich selbst heraus. Im natürlichen Lebensraum Teich hat ein Satzkarpfen 20 m³ Platz, um sein arttypisches Verhalten auszuleben: schwimmend Naturnahrung fangen und im Teichboden nach Kleinstlebewesen gründeln. Eine Zufütterung findet, wenn dann, mit Körnerfrüchten, wie Getreide oder Hülsenfrüchten, aus regionaler Landwirtschaft statt.
Die Fische brauchen nicht mit Antibiotika behandelt werden und das Ende Ihres Lebens bekommen sie nicht einmal mit, da die elektrische Betäubung im Wasserbecken so schnell geht.

Alle Kenntnisse und Fähigkeiten, um den Fischen ein Maximum an Tierwohl zu garantieren, sind Teil der Ausbildung. Nur mit dieser ist man berechtigt, Fische auch zum Speisefisch zu verarbeiten. Kontrollen auf strengem Niveau garantieren gesunde Fische in hoher Qualität und ein hygienisch einwandfreies Produkt.


Regional = Erhalt der Kulturlandschaft

Süßwasser wird in Deutschland nicht nur in Flüssen und Seen gespeichert, sondern auch in den Teichen, die für die Fischzucht angelegt wurden. Dies ist aber mitunter schon vor 1000 Jahren geschehen (3), sodass die Teiche vielmehr an natürliche Gewässer erinnern. Damit ist deren Bedeutung als Standort für unzählige Pflanzenarten sowie Habitat für Amphibien, Reptilien, Insekten (und deren Larven), Vögeln und Säugetieren sehr hoch. Laubfrösche beispielsweise profitieren von der Nutzung des Gewässers als strukturreicher Karpfenteich. „Eine (extensive) Bewirtschaftung ist den Zielen des Naturschutzes generell dienlich“. Aber nicht nur der einzelne Teich spielt eine Rolle, sondern die Kulturlandschaft als Ganzes. Mit der Vielzahl vernetzter Teiche haben (mobile) Tierarten die Möglichkeit, das für sie optimale Gewässer als Lebensraum zu wählen (4). Daher ist gerade die Aufteilung großer Fischwirtschaftsgebiete durch viele kleine Teichwirte bedeutsam. Das traditionell weitergegebene Wissen zur extensiven Bewirtschaftung der artenreichen Teiche wurde 2021 durch die Auszeichnung als UNESCO Immaterielles Kulturerbe geehrt (in Bayern; 5).
Die größte Ehrung sollte allerdings der Karpfen selbst erhalten. Durch seine gründelnde Tätigkeit erhält er die stofflichen Vorgänge, auf die das Ökosystem „Stehendes Binnengewässer“ basiert. Ohne Karpfen verlanden Teiche und sind dann kein wertvolles aquatisches Habitat mehr. Daher ist der aktive Schutz von Karpfen gleichzeitig Artenschutz für den ganzen Lebensraum.
 

Fischhof Bächer


Regional = Niedriger CO2-Footprint

Nachdem die Biodiversität durch Karpfenteichwirtschaft gestärkt wird, wird auch unser
Klima geschont. Auch wenn es sowieso in aller Munde ist, und man zum Teil auch gezwungen wird, seinen Konsum zu überdenken; beim Fisch ist es doch am einfachsten.
Karpfen, Forellen, Zander und Co. von regionalen Fischzüchtern werden genau so weit transportiert, wie ihr vom Fischladen entfernt wohnt. Das können vielleicht einmal 50 km sein, mit Sicherheit aber weniger als beim Thunfisch aus dem Pazifik oder Pangasius aus vietnamesischer Intensivzucht. Regional eingekaufter Fisch fördert kleine Betriebe und deren Leistungen für unsere Kulturlandschaft - und man weiß, wo der Fisch herkommt.

Regional = Gut für Dich

Am Schluss geht’s halt doch um die Wurst .. äh, den Fisch: Wenn ich halt einfach ein Seefisch-Fan bin und mich dessen Nährwerte überzeugen, was will ich dann mit Karpfen?
Ganz beruhigt genießen! Eine Portion (ca. 200 g) Karpfenfilet pro Woche versorgt uns bereits mit den benötigten Mengen an ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Außerdem hat man bereits 2/3 des täglichen Eiweißbedarfs gedeckt, und das mit hochwertigen Aminosäuren. Wirkstoffe wie Phosphor, Selen, Vitamin E und C unterstützen unser Immunsystem (6). Schwermetalle sind außerdem kein Thema.
Karpfen wird seit einigen Jahrzehnten filetiert, enthäutet und grätengeschnitten angeboten. Damit hat man ein einfach zu verarbeitendes Fischfilet, das weder den Kindern noch den empfindlichen Menschen im Hals stecken bleibt. Der Fettgehalt wird durch artgerechte Fütterung unter 10 % gehalten, kontrolliert durch staatliche Beratungsstellen.
Auch um den modrigen Beigeschmack muss man sich keine Gedanken mehr machen: Die Fische werden nach der Abfischung erst einige Zeit im sauberen Wasser „gehältert“. In dieser Zeit scheiden sie die natürlichen Moderstoffe aus. Dadurch bleibt nur der dezent nussige, sehr feine Eigengeschmack übrig. Ein Gedicht!
 
Neugierig geworden? Dann frage einfach beim Fischzüchter in deiner Nähe nach,
für Genuss mit gutem Gewissen.

 
Young Fishermen (Lena Bächer), Dezember 2021
 
 

 
Weihnachtskarpfen modern: Filet mit Bratmandeln
Für 4 Personen (Rezeptquelle: Ursula Knutzen. Vereinfacht durch Lena Bächer)
 
Ca. 800 g Karpfenfilet grätengeschnitten salzen und pfeffern. Danach in Mehl wenden, sodass sie vollständig bedeckt sind.
2 Knoblauchzehen pressen oder fein hacken, 1 Bund Petersilie hacken. ½ kleine Zitrone auspressen. Ca. 100 g Mandelblättchen vorbereiten.
Filet mit der eingeschnittenen Seite in das vorgeheizte (!) Fett in eine Pfanne geben. Gut verwenden kann man Butterschmalz oder Sonnenblumenöl. Olivenöl ist nicht geeignet.
Nach ca. 4 Minuten (bei dicken Filets etwas länger) wenden. Auf der anderen Seite genauso lange fertig braten. Könnte die Mehlkruste zu schwarz werden, Fett nachgeben bzw. die Hitze leicht regulieren.
Während das Filet brät, die Mandelblättchen in Butterschmalz mit dem feingehackten Knoblauch goldbraun braten. Rühren nicht vergessen! Feingehackte Petersilie, Salz, Pfeffer, etwas braunen Zucker und zum Schluss einen Spritzer Zitronensaft dazugeben.
Als Beilage passen beispielsweise Kartoffelpüree, Spitzkohlgemüse mit Karotte, gemischter Salat. 

Guten Appetit und ein frohes Weihnachtsfest!
 
Fischhof Bächer


 Fisch ist immer gesund : Zwei Mal pro Woche darf er ruhig auf dem Speiseplan stehen - Rhein-Neckar-Zeitung Regionalnachrichten - RNZ
Einkaufsratgeber Fisch, Greenpeace, 2016
Heimat der Rekorde : Das älteste Fischzuchtgebiet Europas (br.de)
Ber-Bayer-Akad-f-Natursch-u-Landschaftspfl_28_0129-0141.pdf (zobodat.at)
Bundesweites Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe | Deutsche UNESCO-Kommission
Köstliche Karpfen. ARGE Fisch, 2010.
weiterlesen
Nachhaltigkeit Traditionelle Karpfenteichwirtschaft in Bayern – Immaterielles Kulturerbe!
25.11.2021

Traditionelle Karpfenteichwirtschaft in Bayern – Immaterielles Kulturerbe!

UNESCO erkennt Karpfenteichbewirtschaftung als schützenswertes Kulturgut an

Traditionelle Karpfenteichwirtschaft in Bayern – Immaterielles Kulturerbe!
Karpfen und Teiche prägen Bayern, vor allem Franken und die Oberpfalz, seit mehr als 1000 Jahren. Seit vielen Generationen arbeiten Teichwirte in Einklang mit der Natur, sie erzeugen Karpfen und verdienen damit ihren Lebensunterhalt.  Erst durch die Arbeit des Menschen und die traditionelle Bewirtschaftung entstanden dabei die Teichgebiete, die heute zu den ökologisch wertvollsten und artenreichsten Kultur-Landschaften unserer bayerischen Heimat zählen. Nachhaltigkeit, Schutz der Umwelt und das Tierwohl waren und sind in der Teichwirtschaft immer selbstverständlich. Umfangreiches Wissen, Erfahrungen und Können zur Teichwirtschaft wurden über Jahrhunderte in den Fischerfamilien erarbeitet, bewahrt und von Generation zu Generation weitergegeben.
Bräuche, Feste und Traditionen, Naturerlebnis und Genuss rund um die Teichwirtschaft und den Karpfen haben sich im Lauf der Zeit entwickelt und bereichern das Leben in Bayern.
Die traditionelle Karpfenteichwirtschaft in Bayern wurde deshalb im Jahr 2020 in die Liste „Immaterielles Kulturerbe in Bayern“ und im Jahr 2021 sogar in die UNESCO-Liste „Immaterielles Kulturerbe in Deutschland“ aufgenommen.
Auftrag und Verpflichtung muss es sein, das Kulturerbe Karpfenteichwirtschaft zu erhalten!

Bild (v.l.n.r.):  Prof. Dr. Christoph Wulf (Deutsche UNESCO-Kommission) und Dr. Hildegard Kaluza (Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW), Alfred Stier und Hans Klupp (Karpfenzüchter)

Bild: © Deutsche UNESCO-Kommission / Bettina Engel-Albustin
weiterlesen
Nachhaltigkeit Fokusgruppe Prädatoren gegründet
17.11.2021

Fokusgruppe Prädatoren gegründet

Neue Arbeitsgruppe des AAC (Aquaculture Advisory Council)

Auf Initiative des VDBA wurde auf europäischer Ebene, unter dem Dach des AAC (Aquaculture Advisory Council) eine neue Fokusgruppe zum Thema Prädatoren und deren Auswirkungen auf die Fischzucht, gegründet.  Zusammen mit Vertretern unserer Branche aus Österreich, Rumänien und Tschechien haben wir nun eine Papier verfasst, das die brisante aktuelle Situation der Teichwirtschaft und die künftige Entwicklung betrachtet. Es dient als Grundlage für die anstehenden Diskussionen mit der GD Umwelt und GD Mare bezüglich Biodiversitätsstrategie und ähnlichen brisanten Themen.
 
Bei dem AAC handelt es sich um eine Gruppierung die zu 40% von NGOs besetzt ist, 60% stellen die Branchenvertreter. Da immer Konsens erforderlich ist,  sind mache Forderungen nicht so dringlich formuliert wie es uns Branchenvertretern wichtig gewesen wäre.
weiterlesen
Nachhaltigkeit Gemeinsamer Aufruf des DFV, des VDBA, des DAFV und der IFEA zur Weiterführung der Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Europäischen Aalbestand
12.11.2021

Gemeinsamer Aufruf des DFV, des VDBA, des DAFV und der IFEA zur Weiterführung der Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Europäischen Aalbestand

Am 04. November 2021 veröffentlichte der Internationaler Rat für Meeresforschung (ICES) eine sehr fragwürdige und drastische Empfehlung für den Europäischen Aal. Darin wird für 2022 die vollständige Schließung aller Aalfischereien auf alle Lebensstadien, sowohl für marine als auch für Binnengewässer empfohlen, de facto also die Einstellung der Berufs- und der Freizeit-fischerei. Der ICES empfiehlt damit ausdrücklich auch die Einstellung jeglicher Aalbesatzmaßnahmen.
weiterlesen
Nachhaltigkeit Die Aquakultur im Context allgemeiner politischen Herausforderungen
19.10.2020

Die Aquakultur im Context allgemeiner politischen Herausforderungen

Die Folien eines Vortrags von Lorella de la Cruz, einer Mitarbeiterin der DG MARE:

Diese Themen werden zur Zeit in Brüssel, z.B. im AAC,  diskutiert. Einschätzungen und Positionen der FEAP und von COPA_Cogeca berichte ich nach der internen Diskussion!








weiterlesen

Newsletter empfangen?

jetzt anmelden

Der Verband gliedert sich in folgende Sparten, vertreten durch:

Präsidium

Präsidentin: Isabell Schwegel
Vizepräsidenten: Philipp Mohnen und Lars Dettmann

Alfred Stier
Peter Grimm
Sabine Schwarten
Torben Heese
​Anna Klupp

Forellenzucht

Spartenleiter: Philipp Mohnen
Stellvertreter: Peter Grimm

weitere Mitglieder:
​Max Hoersen
Torsten Uhthoff
Alexander Tautenhahn

Karpfenteichwirtschaft

Spartenleiter: Alfred Stier
Stellvertreter: Torben Heese

weitere Mitglieder:
Gerd Michaelis 
Peter Oberle
Bernhard Feneis

Fluss- und Seenfischerei

Spartenleiter: Lars Dettmann
Stellvertreterin: Sabine Schwarten

weitere Mitglieder:
Florian Lex
Martin Bork
Martin Boesenecker

Young Fishermen

Spartenleiterin: Anna Klupp
Stellvertreterin: Isabell Schwegel

weitere Mitglieder:
Marinus Bogner
Gero Weinhardt
Martin Weierich
top
Logo
Kontakt
VDBA - Verband der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e.V.
Bürgermeister-Meyer-Weg 18
30974 Wennigsen
+49 (0)5109 689 2030
info@vdba.org
Zur Webseite
Anfahrt
Service
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • Newsletter
  • Impressum
© 2026 - VDBA - Verband der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e.V. - Alle Rechte vorbehalten