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Fischotterausgleich in Bayern bis zu 100% Verordnung zur Entnahme von Fischottern in Bayern außer Kraft gesetzt Staatliche Beihilfen: Kommission bittet um Stellungnahmen zur vorgeschlagenen Überarbeitung der EU-Beihilfevorschriften für die Land- und Forstwirtsch
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Verband der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e. v.

Aufgabe und Zweck des VDBA ist die nationale, gemeinschaftliche und internationale Vertretung aller Belange der deutschen Fischzucht, Fischhaltung sowie der Seen- und Flussfischerei. Der VDBA setzt sich für den Natur-, Gewässer- und Tierschutz ein. Er fördert die Union der Berufsfischer und Angler und ist Mitglied im Deutschen Fischerei-Verband e. V..

Verband der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e. v.

Aufgabe und Zweck des VDBA ist die nationale, gemeinschaftliche und internationale Vertretung aller Belange der deutschen Fischzucht, Fischhaltung sowie der Seen- und Flussfischerei. Der VDBA setzt sich für den Natur-, Gewässer- und Tierschutz ein. Er fördert die Union der Berufsfischer und Angler und ist Mitglied im Deutschen Fischerei-Verband e. V..

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EU Die EIFAAC (European Inland Fisheries and Aquaculture Advisory Commission) hat die Ergebnisse der Erfassung von Kormoranschäden in Europa veröffentlic
14.08.2026

Die EIFAAC (European Inland Fisheries and Aquaculture Advisory Commission) hat die Ergebnisse der Erfassung von Kormoranschäden in Europa veröffentlic

Der Bericht bewertet den Kormoran nicht mehr lediglich als lokales fischereiliches Konfliktthema, sondern als europaweiten, erheblichen ökologischen und ökonomischen Belastungsfaktor

Für Deutschland beziffert der Bericht die fischereilichen Schäden auf mehr als 35 Mio. € jährlich und sieht trotz rund 20.000 getöteter Kormorane pro Jahr weiterhin erheblichen Handlungsbedarf für ein koordiniertes europäisches Bestandsmanagement.
 
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Kormorane in Europa erhebliche wirtschaftliche Schäden in Binnenfischerei und Aquakultur verursachen. Berücksichtigt werden nicht nur unmittelbar gefressene Fische, sondern auch Verletzungen, Stress, verringerte Nahrungsaufnahme und Wachstumseinbußen sowie zusätzliche Aufwendungen für Vergrämung, Netze, Bewachung und Besatz. Für die Schadensberechnung wird grundsätzlich mit 0,5 kg Fischaufnahme je Kormoran und Tag, einem durchschnittlichen Fischwert von 4 €/kg sowie einem zusätzlichen Stressfaktor von 25 % gerechnet. Daraus ergeben sich modellhaft 2,50 € Schaden je Kormoran und Tag.
Für die 26 untersuchten Staaten werden rund 825.000 Brutvögel und 843.000 Nichtbrüter/Wintergäste angegeben. Die auf dieser Basis ermittelten Schäden an Fischbeständen belaufen sich auf rund 672 Mio. € jährlich.

Die wichtigsten europäischen Größenordnungen sind:
Aquakultur: mindestens rund 138 Mio. € dokumentierte Schäden/Jahr; unter Einbeziehung nicht oder unvollständig erfasster Länder schätzt der Bericht den tatsächlichen europäischen Schaden auf etwa 250 Mio. €/Jahr. Besonders betroffen sind Teichwirtschaften. Übliche Produktionsverluste liegen bei 10–30 %, in Extremfällen deutlich höher.
Binnenfischerei einschließlich Angelfischerei: geschätzt 150–220 Mio. €/Jahr, zentraler Schätzwert etwa 180 Mio. €. Das entspräche 21–31 % des Anlandewertes der europäischen Binnenfischerei.
Die tatsächlich gezahlten Entschädigungen decken nach Schätzung der Studie lediglich 4–6 % der wirtschaftlichen Verluste.Die FAO/EIFAAC empfiehlt deshalb ausdrücklich einen koordinierten europäischen Kormoran-Managementplan, vereinheitlichtes Monitoring, einfachere Verfahren für Managementmaßnahmen sowie bessere Entschädigungsregelungen.

Zentrale Aussagen für Deutschland
Deutschland ist ein bedeutendes Durchzugs- und Verteilungsgebiet.
Kormoranbestand (Jungvögel, Nichtbrüter und Durchzügler NICHT enthalten):
   2023 – ca. 24.517 Brutpaare (= ~ 49.034 adulte Brutvögel)
   2024 – ca. 22.230 Brutpaare (= ~ 44.460 adulte Brutvögel)
Mecklenburg-Vorpommern beherbergt etwa die Hälfte des deutschen Brutbestandes.
Für die Winterpopulation werden 2023 modellhaft (die jeweiligen Mittwinterzahlen Mecklenburg-Vorpommerns wurden verdoppelt, um eine nationale Größenordnung zu erhalten) etwa 31.334 Kormorane und 2024 ca. 41.024 Kormorane angesetzt.
Aus den angenommenen Vogelzahlen errechnen sich
→ mindestens 5.100 t gefressener Fisch/Jahr
→ rund 14 t Fisch pro Tag
→ geschätzter Wert der Fischverluste: 25,3 Mio. € für 2023; 25,8 Mio. € für 2024
Der Bericht hält diese Werte ausdrücklich für wahrscheinlich deutlich zu niedrig, unter anderem weil Durchzügler und Teile der Nichtbrüterpopulation nicht vollständig berücksichtigt werden.

Teichwirtschaft und Aquakultur
Deutschland verfügt laut Bericht insgesamt über etwa 40.000 ha Teichfläche (einschl. extensiv oder nur teilweise genutzter Teiche) und etwa 20.735 ha aktiv bewirtschaftete Aquakulturteiche. Sieben Teichwirtschaften aus fünf Bundesländern lieferten detaillierte Daten. Zusammen bewirtschafteten sie 2.587 ha und produzierten mehr als 1.300 t Fisch pro Jahr.
Gemeldet wurden:
  • 10–30 % der Fische durch Kormorane getötet,
  • zusätzlich bis zu 25 % beschädigte/verletzte Fische,
  • Einkommensverluste zwischen 31.000 und 200.000 € je Betrieb/Jahr (durchschnittlich 115.000 €) --> insgesamt 803.000 € Einkommensverlust im Jahr 2024 bei den sieben Betrieben --> hochgerechnet auf gesamte aktive deutsche Teichfläche: 6,4 Mio. € Einkommensverluste pro Jahr für die deutsche Teichwirtschaft.
  • rund 72 €/ha für Vergrämung, Abschuss, Netze sowie optische und akustische Schutzmaßnahmen --> hochgerechnet 1,5 Mio. € Präventions- und Abwehrkosten pro Jahr.In der europäischen Vergleichstabelle werden für Deutschland 27 Mio. € Schäden der Binnen-/Angelfischerei, mehr als 35 Mio. € Schäden an Binnenfischbeständen insgesamt sowie erhebliche zusätzliche Präventionsausgaben ausgewiesen. Dabei sind Schäden an Küsten- und Meeresfischbeständen ausdrücklich noch nicht enthalten.
Deutschland gehört damit innerhalb der Studie zu den wirtschaftlich stärker betroffenen Staaten. Weiterhin zählt die Studie Deutschland ausdrücklich zu den Staaten, in denen Kormoranprädation zur Aufgabe von Teichwirtschaften bzw. zur Verringerung der Besatzdichten und Extensivierung der Produktion beigetragen habe.
 
Angelfischerei
Es wurden Angaben von 49 Angelvereinen ausgewertet, die zusammen 11.370 ha Gewässer bewirtschaften. Die Vereine berichteten Kormoranschäden unter anderem bei Plötze, Barsch, Aal, Zander, Bach- und Regenbogenforelle, Äsche, Coregonen, Barbe, Rotfeder, Schleie und Hecht. Mehrere Vereine gaben an, 75–100 % der Fischverluste auf Kormoranprädation zurückzuführen. Besonders hervorgehoben werden Verluste mittlerer Altersklassen sowie Bestandsrückgänge von Äschen und Coregonen. Für zusätzlichen Besatz, Vergrämung, Monitoring und Fischunterstände ergaben sich im Mittel 97 €/ha (2023 gut 1 Mio. €; 2024 rund 1,2 Mio. €) an kormoranbezogenen Aufwendungen bzw. Schäden. 97 €/ha auf die deutschlandweit durch Angelvereine bewirtschafte Gewässerfläche von >275.000 ha übertragen führt zu rund 27 Mio. € Kormoranschaden pro Jahr für die deutsche Binnen-Angelfischerei.

Management und Entschädigungen in Deutschland
Der Bericht nennt für Deutschland etwa 20.000 getötete Kormorane in der Jagdsaison 2023/24. Gleichzeitig wird festgestellt, dass die Probleme der Fischprädation trotz dieser Eingriffe fortbestehen.
Bund und Länder gaben 2024 insgesamt 5,24 Mio. € für Prävention und Ausgleich von Wildtierschäden an Binnenfischbeständen aus. Der Bericht geht davon aus, dass davon der überwiegende Teil mit Kormoranschäden zusammenhängt, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass dies eine Ableitung und keine separat ausgewiesene Kormoranstatistik ist.

Einordnung der Zahlen
Die Ergebnisse sind politisch sehr relevant, sollten aber nicht mit einer vollständig statistisch abgesicherten bundesweiten Schadensbilanz verwechselt werden.
Gerade für Deutschland beruhen wesentliche Hochrechnungen auf relativ kleinen Stichproben (7 Aquakulturbetriebe für die Hochrechnung auf 20.735 ha Teichfläche, 49 Angelvereine für die Hochrechnung auf 275.000 ha, Winterbestände aus MV auf ganz Deutschland hochgerechnet).
Bei vielen europäischen Daten kommen neben Messungen und Betriebsdaten auch Experteneinschätzungen zum Einsatz.
Die Autoren weisen selbst darauf hin, dass die Datenqualität zwischen sehr detaillierten Betriebsaufzeichnungen und bloßen Schätzungen erheblich schwankt und die Methodik künftig verbessert werden müsse.
Besonders wichtig ist außerdem: Die verschiedenen deutschen Schadenswerte dürfen nicht einfach addiert werden. Die rund 25,8 Mio. € aus dem populationsbasierten Verbrauchsmodell, die 27 Mio. € Hochrechnung für die Angelfischerei und die 6,4 Mio. € für die Teichwirtschaft beruhen auf unterschiedlichen Ansätzen und überschneiden sich teilweise. Die vom Bericht selbst gezogene zusammenfassende Größe „mehr als 35 Mio. € jährlich“ ist deshalb die sinnvollste Zahl, wenn man die Aussage der FAO/EIFAAC für Deutschland zitieren möchte.
 
Download des englischen Originals unter: EIFAAC Occasional Paper No. 60, FAO 2026 
Eine durch deepl übersetzte deutsche Version des 141 Seiten starken Dokuments kann unten links heruntergeladen werden.
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Karpfen Haider Teichgespräch 2026
10.08.2026

Haider Teichgespräch 2026

Karpfenteichwirtschaft zwischen Wassermangel, Prädatorendruck und dem Erhalt einer wertvollen Kulturlandschaft

Am 6. August 2026 fand im Landkreis Forchheim, Bayern das traditionelle Haider Teichgespräch statt. Seit vielen Jahren bringt dieses Format Teichwirte mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Fachbehörden und Verbänden unmittelbar an den Teichen zusammen. 
Ein fester Bestandteil der Haider Teichgespräche ist dabei die gemeinsame Begutachtung der Teiche und Fischbestände. Probefänge geben Aufschluss über die Entwicklung der Karpfen und machen gleichzeitig sichtbar, unter welchen Bedingungen die Teichwirte im jeweiligen Jahr wirtschaften müssen. Im anschließenden Austausch werden aktuelle fachliche, politische und wirtschaftliche Fragestellungen diskutiert und Lösungsansätze zwischen Praxis, Verwaltung und Politik erörtert.
Gerade in diesem Jahr zeigte sich ausdrücklich, wie wichtig ein solches Format ist, welches die Fischereifachberatung des Bezirk Oberfranken initiiert. 
Die Karpfenteichwirtschaft steht vor erheblichen Herausforderungen – und die Folgen der anhaltenden Trockenheit sind an den Teichen unmittelbar sichtbar.
Der Einladung folgten zahlreiche Teichwirte, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Fachbehörden, darunter Bezirksdirektor Herr Peter Meyer vom Bezirk Oberfranken, die stellvertretende Landrätin Frau Rosi Kraus, der Hallerndorfer Bürgermeister Herr Gerhard Bauer sowie Vertreter der Regierung von Oberfranken und ansässige Fischereiverbände und -vereine. 
Präsidentin Isabell Schwegel vertrat den Verband der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e. V.  vor Ort! YFM-Spartenleiterin Anna Klupp und YoungFishermen Fabian Holtze begleiten sie.

Es fehlen mehr als die Hälfte der Stauhöhe! 
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die derzeit äußerst angespannte Wassersituation. An einigen Teichen fehlen gegenüber dem üblichen Wasserstand mehr als 100 Zentimeter. Besonders problematisch ist dies bei den sogenannten Himmelsteichen, deren Wasserversorgung wesentlich von Niederschlägen abhängig ist und bei denen fehlendes Wasser nicht ohne Weiteres ausgeglichen werden kann. Die wertvolle Anlegung der Kulturlandschaft im Aischgrund in der Aneinanderreihung der Teiche im Kettenprinzip verlangt den starken Zusammenhalt der Teichwirte vor Ort ab, welcher in den Gesprächen deutlich sichtbar wurde! 
Mit sinkendem Wasserstand reduziert sich der für die Fische verfügbare Lebensraum und der Druck durch Prädatoren wie den Graureiher nehmen auf nicht vertretbare Weise zu! Die daraus resultierenden Verluste und Verletzungen unmittelbar vor den Abfischungen fallen gravierend aus! 
Die Genehmigung der Verkürzung der Schonzeit des Graureihers ist die Möglichkeit wie die Untere Naturschutzbehörde in den ortsansässigen Landratsämtern den Schutz des Tierbestandes unter der Wasseroberfläche ermöglichen!
Ein weiterer Schritt ist eine Reduzierung des Schutzstatus für den Silberreiher, von dieser wir uns jedoch nicht einmal wagen zu träumen. 
Der Schutz der Lebewesen unter der Wasseroberfläche darf nicht geringer als  deren an Land und in der Luft ausfallen! 
Der Prädatorendruck ist inzwischen so angespannt, dass einige Teichwirte bereits vor ersten Notabfischungen stehen. Damit geht es nicht mehr allein um erschwerte Produktionsbedingungen, sondern zunehmend um die Frage, ob und wie die diesjährige Produktion überhaupt bis zur regulären Abfischung erhalten werden kann.

Ausbreitung des Bibers
Neben Wassermangel und Prädationsdruck wurde auch die stark angewachsene Biberpopulation thematisiert. Der Biber ist Teil unserer heimischen Fauna. Gleichzeitig zeigt sich in intensiv durch Teiche, Gräben und wasserwirtschaftliche Strukturen geprägten Kulturlandschaften zunehmend, dass die hohe Zahl an Individuen zu erheblichen Konflikten innerhalb des Bestandes führt.
Dabei muss die Frage gestellt werden; wie viele geeignete Reviere für geschützte Arten tatsächlich zur Verfügung stehen?
Bei einer entsprechend hohen Populationsdichte steigt der Konkurrenzdruck innerhalb der Art, während geeignete freie Reviere fehlen.
Die Folgen sind für die Teichwirte, die tagtäglich im Einklang mit der Natur arbeiten längst sichtbar. Verendete Biber, viele Kilometer entfernt von Gewässern, Verbauung von wasserwirtschaftlichen Einrichtungen und Kämpfe um Reviere die ein Biber nicht führen müsste, wenn der Mensch rechtzeitig erlegte Schutzstatus  aufheben würde. Die Balance in der Natur ist der Schlüssel für das Wohlbefinden aller. 

Karpfenproduktion und Ökosystemleistungen gehören zusammen
Die aktuellen Probleme machen gleichzeitig deutlich, welchen Stellenwert die Karpfenteichwirtschaft für die Region besitzt. Dabei muss eines klar sein: Die Produktion von Karpfen und anderen heimischen Fischen ist und bleibt die wirtschaftliche Grundlage der Teichwirte.
Die Teiche sind Produktionsflächen. Sie ermöglichen die Erzeugung eines hochwertigen, regionalen Lebensmittels und sichern Einkommen und Betriebe im ländlichen Raum. Ohne eine wirtschaftlich tragfähige Fischproduktion wird mittel- bis langfristig die Pflege und Bewirtschaftung der Teichlandschaften nicht möglich sein.
Die umfangreichen Ökosystemleistungen, welche Teichwirte für die Gesellschaft liefern, halten Wasser in der Landschaft, können Niederschlagsspitzen puffern und zeitweise zurückhalten. Sie schaffen wertvolle Lebensräume und tragen zur Biodiversität sowie zum Erhalt einer über Jahrhunderte entstandenen Kulturlandschaft bei.
Gerade angesichts zunehmender Hitze- und Trockenperioden, aber auch häufiger auftretender Starkregenereignisse, bekommt diese Funktion eine neue Bedeutung. Teichlandschaften wie im Aischgrund können ein wichtiger Baustein sein, um Wasser in der Fläche zu halten und Abflussspitzen bei Starkregen abzumildern.
Die gesellschaftlichen Leistungen der Teichwirtschaft dürfen deshalb nicht losgelöst von ihrer wirtschaftlichen Grundlage betrachtet werden: Nur bewirtschaftete Teiche können dauerhaft diese Funktionen erfüllen. Hierfür brauchen die Teichwirte eine Perspektive für ihre Produktion.

Dialog muss auch dort stattfinden, wo Positionen auseinandergehen
Bedauerlich war vor diesem Hintergrund, dass der Bund Naturschutz der Einladung zum Haider Teichgespräch nicht gefolgt ist. Gerade die Diskussion über den Wert bewirtschafteter Teichlandschaften für Artenvielfalt, Wasserhaushalt und Naturschutz sowie über bestehende Konflikte hätte von einem direkten Austausch mit Naturschutzverbänden und -verwaltung profitiert. Umso wichtiger ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen und die tatsächlichen Bedingungen direkt vor Ort zu betrachten.

Erste Präsenzveranstaltung seit den Weichenstellungen des VDBA
Die erste Präsenzveranstaltung, nachdem die geplante Küstentour mit Bundesminister Alois Rainer in Travemünde kurzfristig abgesagt worden war, führte Isabell Schwegel unmittelbar zu ihren Wurzeln zurück. Im Landkreis Forchheim mit der Karpfenteichwirtschaft aufgewachsen erkenne ich besonders den dringenden Handlungsbedarf der notwendig ist! 
„Wir erleben gerade unmittelbar, was Hitze und Wassermangel für unsere Teichwirtschaft bedeuten. Wenn Teichen mehr als ein Meter Wasser fehlt und erste Betriebe vor Notabfischungen stehen, dürfen wir nicht mehr nur über zukünftige Herausforderungen sprechen. Gleichzeitig zeigen uns gerade Kulturlandschaften wie der Aischgrund, welches Potenzial die Teichwirtschaft besitzt. Sie produziert einst der ressourcensparendsten Lebensmittel, hält Wasser in der Landschaft, schafft Lebensräume und kann dazu beitragen, die Folgen von Starkregen und Hochwasser abzumildern. Wer diese Leistungen auch künftig erhalten und ausbauen möchte, muss den Teichwirten ermöglichen, wirtschaftlich zu produzieren. Dafür brauchen wir jetzt tragfähige Lösungen.“

Die Haider Teichgespräche haben erneut gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Teichwirtschaft, Politik, Verwaltung und Fachbehörden ist. Probleme werden dort sichtbar, wo sie entstehen – und genau dort müssen auch Lösungsansätze entwickelt werden.
Der Dank des VDBA gilt den Organisatoren, den beteiligten Teichwirten und allen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Fachbehörden, die der Einladung gefolgt sind und sich der Diskussion vor Ort gestellt haben. 

Die Karpfenteichwirtschaft braucht gerade jetzt einen starken Rückhalt! Mit jedem wirtschaftlich aufgegebenen Teich verlieren wir nicht nur Produktionsfläche für ein regionales Lebensmittel – wir riskieren zugleich den Verlust einer über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft und ihrer vielfältigen Leistungen für unsere Gesellschaft.
Isabell Schwegel, Präsidentin des VDBA

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EU VDBA Stellungnahme zur öffentlichen EU Konsultation "Forschungs- und Innovationsstrategie für Wasserresilienz"
02.08.2026

VDBA Stellungnahme zur öffentlichen EU Konsultation "Forschungs- und Innovationsstrategie für Wasserresilienz"

Mit der Strategie für Wasserresilienz sollen Wissens- und Innovationslücken geschlossen werden, um die Ziele dieser Strategie zu erreichen.

Diese Initiative wird laut EU
  • dazu beitragen, Finanzmittel für auf Wasser bezogene Forschung und Innovation einzusetzen und bestehende Lösungen in größerem Maßstab anzuwenden
  • Wettbewerb und Nachhaltigkeit fördern, indem technologische Fortschritte in Schlüsselsektoren unterstützt werden
  • die Anwendung des Ansatzes „Von der Quelle bis zum Meer“ sicherstellen und die Umweltverschmutzung bekämpfen
  • dazu beitragen, die Fragmentierung der wasserbezogenen Forschungs- und Innovationslandschaft in Europa zu überwinden
Frist für Rückmeldungen: 15 Juni 2026 - 02 August 2026
 
Stellungnahme des Verbandes der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e.V. zum Konsultationsdokument der Europäischen Kommission:
Der VDBA begrüßt das Ziel, Forschung und Innovation für eine klimaresiliente, nachhaltige und wettbewerbsfähige Wasserwirtschaft besser zu koordinieren. Binnenfischerei und Binnenaquakultur sind unmittelbar von Wasserverfügbarkeit, Wasserqualität, Temperaturentwicklung, Extremereignissen und funktionsfähigen aquatischen Ökosystemen abhängig. Zugleich tragen sie zur regionalen Lebensmittelversorgung, zur Wertschöpfung im ländlichen Raum sowie zur Bewirtschaftung und Erhaltung von Gewässern bei.
Im vorliegenden Ansatz werden Landwirtschaft, Industrie, Energie, Digitalwirtschaft und Gesundheit als wasserabhängige Sektoren benannt, während Binnenfischerei und Binnenaquakultur fehlen. Beide müssen als eigenständige wasserabhängige Wirtschafts- und Lebensmittelbranchen sowie als Partner im Gewässerschutz durch Bewirtschaftung aufgenommen werden.
Die Strategie darf Wasserentnahme nicht pauschal mit Wasserverbrauch gleichsetzen. Für Teichwirtschaften, Durchflussanlagen und andere Aquakultursysteme sind Entnahme, Speicherung, Rückleitung, Verdunstung und Verbrauch getrennt zu bewerten. Traditionelle Teichwirtschaften halten Wasser in der Landschaft, dämpfen Abflussspitzen, schaffen und erhalten geschützte Lebensräume und Kulturlandschaften. Diese Leistungen sollten als naturbasierte bzw. hybride Beiträge zur Wasserresilienz quantifiziert und angemessen honoriert werden.
Forschung zur Wiederherstellung von Süßwasserökosystemen ist wichtig, muss jedoch mit nachhaltiger Nutzung, Ernährungssicherung, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und bestehenden Rechten verbunden werden. Naturbasierte Lösungen dürfen nicht zu pauschalen Nutzungseinschränkungen, zur Entwertung von Wasser- und Fischereirechten oder zur Verdrängung bewährter Bewirtschaftungsformen führen. Erforderlich sind Lösungen, die ökologische Ziele und Nutzung verbinden.
Vorrangige Forschungsfelder sind aus Sicht des VDBA: Anpassung von Teichwirtschaften und Aquakulturanlagen an Dürre, Hitze, Niedrigwasser und Hochwasser; Sicherung ausreichender Wasserzuflüsse; energie- und wassereffiziente Produktionsverfahren; bezahlbare Mess-, Frühwarn- und Steuerungssysteme; Verringerung der Auswirkungen von Rückständen aus Pflanzenschutzmitteln, Arzneimittelrückständen, Mikroplastik u.Ä., sowie Nährstoff- und Sedimenteinträgen auf Fische und Fischereierzeugnisse; Fischgesundheit, Krankheiten, Parasiten und invasive Arten unter Klimawandelbedingungen; Erhaltung und nachhaltige Nutzung natürlicher Fischbestände; sowie Auswirkungen fischfressender Prädatoren auf Bestände, Aquakulturen und Artenschutzmaßnahmen.
Digitale Überwachung und Datenaustausch können Betriebe unterstützen, dürfen aber keine neuen kostenintensiven Berichtspflichten erzeugen. Kosten müssen förderfähig, Datenschutz, Betriebsgeheimnisse und Dateneigentum gesichert sein.
Die Forschungsförderung muss zur kleinteiligen Struktur der Branche passen. Viele Betriebe haben keine Kapazitäten für komplexe EU-Anträge. Notwendig sind vereinfachte Zugänge, kleinere Projektformate, angemessene Eigenanteile und die verbindliche Beteiligung praktischer Betriebe von der Projektentwicklung bis zur Umsetzung. Ergebnisse müssen schneller in wirtschaftlich tragfähige Anwendungen überführt werden.
Der VDBA unterstützt einen europäischen, grenzüberschreitenden Ansatz. Innerhalb der gemeinsamen Strategie für Ozeane und Gewässer ist jedoch ein eigenständiger Schwerpunkt für Binnengewässer, Binnenfischerei und Binnenaquakultur erforderlich. Der „Quelle-bis-Meer“-Ansatz darf Binnengewässer nicht lediglich als Vorstufe mariner Systeme behandeln.
Der VDBA fordert, Binnenfischerei und Binnenaquakultur ausdrücklich in die Strategie aufzunehmen, ihre Klima- und Ökosystemleistungen anzuerkennen und Forschung an praktischer Umsetzbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Ernährungssicherung auszurichten. Wasserresilienz kann nur gelingen, wenn diejenigen einbezogen werden, die Gewässer täglich bewirtschaften und ihre Veränderungen unmittelbar erfahren.
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Prädatoren Schützen oder schießen? Der Streit um den Fischotter
25.07.2026

Schützen oder schießen? Der Streit um den Fischotter

jetzt red i ∙ im Bayerischen Rundfunk stellen sich Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger und der Vorsitzende des Bayrischen BUND Naturschutz, Martin Geilhufe Fragen, Kritik, Wünschen, etc. - zu sehen in der ARD Mediathek

Die einen freuen sich über ihn, die anderen fürchten ihn. Den Fischotter. Vor gut 30 Jahren war er fast ausgerottet, in ganz Deutschland gab es nur noch eine Handvoll Tiere. Deshalb wurde er streng geschützt. Die Bestände haben sich seitdem deutlich erhöht, allein im Freistaat soll es wieder knapp 1.500 Fischotter geben. Eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Aber in vielen Gegenden Bayerns sehen die Menschen das anders, so auch im Landkreis Tirschenreuth in der nördlichen Oberpfalz. Mehr als 4.000 Teiche gibt es in der Region, viele Familien züchten hier seit Generationen Fische. Doch jetzt sehen sie ihre Tradition bedroht – durch den Fischotter. Bis zu 500 Kilo frisst ein ausgewachsenes Tier pro Jahr und das hat Folgen: leere Netze, verletzte Fische, frustrierte Teichwirte. Die Staatsregierung wollte die Fischotterjagd erleichtern. Doch Deutsche Umwelthilfe und BUND Naturschutz haben erfolgreich dagegen geklagt, was den bayerischen Jagdminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ärgert. Es sei völlig unverständlich, dass die Verbände "ideologisch verblendet mit ihren ständigen Klagen gegen die Fischotterverordnung die Teichwirte zur Aufgabe treiben." Der BUND Naturschutz sieht das anders und fordert mehr alternative Schutzmaßnahmen wie Zäune: "Statt sich auf den Sündenbock Fischotter zu versteifen, brauchen die Teichwirte praxisnahe Unterstützung." Soll der Otter bejagt werden dürfen? Welche praktikablen Alternativen zum Abschuss gibt es? Und was braucht es, damit die Teichwirtschaft in Bayern eine Zukunft hat? Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger live in Tirschenreuth mit Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger und Martin Geilhufe, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz.

Die interessante Diskussion mit einigen bekannten Gesichtern kann in der ARD Mediathek angeschaut werden.  
Video verfügbar bis 22.07.2028 ∙ 21:21 Uhr
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Wichtige branchenrelevante Webseiten

Aquakulturinfo
Aquakulturinfo - Das Informationsportal zur Aquakultur des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei
Copa Cogeca
Copa Cogeca (General Confederation of Agricultural Cooperatives) vertritt die Interessen der Agrar-, Forst- und Fischereigenossenschaften bei der Entscheidungsfindung auf EU-Ebene.
AAC
AAC (Aquaculture Advisory Council) berät die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten in allen Rechtsfragen rund um Fischerei und Aquakultur. 
FEAP
FEAP (Federation of European Aquaculture Producers) ist die Stimme der professionellen Fischerei und Aquakultur in Europa.
FLI
Im Mittelpunkt der Arbeiten des FLI stehen die Gesundheit und das Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere und der Schutz des Menschen vor Zoonosen, d. h. zwischen Tier und Mensch übertragbaren Infektionen.

Young fishermen 

2020 war alles anders. 2020 haben sich viele (gezwungene) Veränderungen und Innovationen ergeben. Dazu zählt im Fischereibereich die Gründung der Arbeitsgruppe Young Fishermen (YFM). Seit 2025 als offizielle Sparte im Verband der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur (VDBA) stehen sie in den Startlöchern, um ihre Zukunft in der Fischzucht & Fischerei selbst mitzugestalten.
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Der Verband gliedert sich in folgende Sparten, vertreten durch:

Präsidium

Präsidentin: Isabell Schwegel
Vizepräsidenten: Philipp Mohnen und Lars Dettmann

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Peter Grimm
Sabine Schwarten
Torben Heese
​Anna Klupp

Forellenzucht

Spartenleiter: Philipp Mohnen
Stellvertreter: Peter Grimm

weitere Mitglieder:
​Max Hoersen
Torsten Uhthoff
Alexander Tautenhahn

Karpfenteichwirtschaft

Spartenleiter: Alfred Stier
Stellvertreter: Torben Heese

weitere Mitglieder:
Gerd Michaelis 
Peter Oberle
Bernhard Feneis

Fluss- und Seenfischerei

Spartenleiter: Lars Dettmann
Stellvertreterin: Sabine Schwarten

weitere Mitglieder:
Florian Lex
Martin Bork
Martin Boesenecker

Young Fishermen

Spartenleiterin: Anna Klupp
Stellvertreterin: Isabell Schwegel

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