Fischotterausgleich in Bayern bis zu 100%Verordnung zur Entnahme von Fischottern in Bayern außer Kraft gesetztStaatliche Beihilfen: Kommission bittet um Stellungnahmen zur vorgeschlagenen Überarbeitung der EU-Beihilfevorschriften für die Land- und Forstwirtsch
Verband der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e. v.
Aufgabe und Zweck des VDBA ist die nationale, gemeinschaftliche und internationale Vertretung aller Belange der deutschen Fischzucht, Fischhaltung sowie der Seen- und Flussfischerei. Der VDBA setzt sich für den Natur-, Gewässer- und Tierschutz ein. Er fördert die Union der Berufsfischer und Angler und ist Mitglied im Deutschen Fischerei-Verband e. V..
Verband der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e. v.
Aufgabe und Zweck des VDBA ist die nationale, gemeinschaftliche und internationale Vertretung aller Belange der deutschen Fischzucht, Fischhaltung sowie der Seen- und Flussfischerei. Der VDBA setzt sich für den Natur-, Gewässer- und Tierschutz ein. Er fördert die Union der Berufsfischer und Angler und ist Mitglied im Deutschen Fischerei-Verband e. V..
Verband der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e. v.
Aufgabe und Zweck des VDBA ist die nationale, gemeinschaftliche und internationale Vertretung aller Belange der deutschen Fischzucht, Fischhaltung sowie der Seen- und Flussfischerei. Der VDBA setzt sich für den Natur-, Gewässer- und Tierschutz ein. Er fördert die Union der Berufsfischer und Angler und ist Mitglied im Deutschen Fischerei-Verband e. V..
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Erzeuger
20.12.2025
EU-Fischmarktbericht 2025 veröffentlicht
Die Europäische Marktbeobachtungsstelle für Fischerei (EUMOFA) hat die 2025 Ausgabe des EU-Fischmarktberichts veröffentlicht, der die neuesten Trends im europäischen Fischerei- und Aquakulturmarkt aufzeigt. Basierend auf Daten bis Anfang 2025 belegt der Bericht, dass der Markt volatilen Preisen, dynamischen globalen Angebotsbedingungen und einem sich wandelnden Verbraucherverhalten ausgesetzt war.
Erzeuger
15.12.2025
Umsetzung der EU Kontroll-VO zur Rückverfolgbarkeit von Fisch und Fischerzeugnissen
Europäischer Gesetzgeber definiert Basisstandard und schafft Rechtssicherheit für die Unternehmen
Die überarbeitete europäische Fischereikontrollverordnung bringt ab dem 10.01.2026 neue gesetzliche Vorgaben zur Rückverfolgbarkeit von Fischerei und Aquakulturerzeugnissen (für frische, gefrorene und geräucherte Produkte) in der Union. Bisher wurden wichtige Grundlagen zur praktischen Umsetzung dieser Vorgaben vom europäischen Gesetzgeber nicht geregelt. Nach wiederholter Eingabe des Bundesverbandes und der europäischen Partnerverbände hat die Europäische Kommission gestern wichtige Eckpunkte erläutert. Damit wird größerer Schaden abgewendet und Rechtssicherheit für die Unternehmen entlang der gesamten Lieferkette vom Erzeuger bis zum Handel geschaffen.
Die Unternehmen erhalten die Entwarnung, dass sie ihre bisherigen Verfahren zur Rückverfolgbarkeit nicht fundamental umstellen müssen.
Auch der VDBA begrüßt diese Klarstellung zur Umsetzung der geänderten Fischereikontrollverordnung.
Der Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e.V. fasst dies in seiner PM wie folgt zusammen:
Losfassung beginnt am Ursprung: Die Losbildung beginnt im Ursprung, d. h. bei Fischerei und Aquakultur. Damit sind Herkunft und erste Zusammenstellung der Ware miteinander verbunden und bleiben durchgängig nachvollziehbar. Auf Grundlage dieser Informationen können die nachfolgenden Lieferkettenpartner Lose nach ihren Bedürfnissen teilen, mischen und zusammenfassen. Die grundlegenden Losinformationen bleiben davon unberührt.
Flexible digitale Formate: Die digitale Bereitstellung der Losinformationen kann in verschiedenen gängigen Formaten erfolgen – zum Beispiel per E-Mail, als elektronische Dateien (wie PDF, XML oder CSV), über Online-Plattformen oder jedes andere elektronische System, das in der Lage ist, Informationen auf digitale, papierlose Weise zu übermitteln. Unternehmen wählen das für ihren Betrieb praktikable Format, solange die Mindestangaben vollständig und nachvollziehbar übermittelt werden. Damit können auch bereits etablierte Dokumentenformate, z. B. Lieferscheine, die Vorgaben erfüllen, wenn sie auf digitalem Weg übermittelt werden und die entsprechenden Losinformationen enthalten.
„Ein Schritt vor, ein Schritt zurück“: Die Informationen werden entlang der Lieferkette von Glied zu Glied weitergegeben. Eine übergeordnete Weitergabe, branchenweite Interoperabilitätspflichten oder die verbindliche Nutzung von Drittanbieter Lösungen zur Rückverfolgbarkeit sind nicht gefordert. Entscheidend ist die sichere Übermittlung der Daten an den jeweiligen direkten Geschäftspartner und, auf Verlangen an die zuständige Behörde.
Informationsschreiben EU-KOM im englischen Original als PDF
Dr. Stefan Meyer, Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e.V., hat die Entwicklungen dieses Regelwerks in Berlin und Brüssel intensiv begleitet und merkt hierzu an: „Mit dem Informationsblatt wird das Grundprinzip der Rückverfolgbarkeit – die Eigenverantwortung der Unternehmen auf ihrer jeweiligen Stufe der Lieferkette – klar gestärkt. Die nun vorliegenden Klarstellungen schaffen Rechtssicherheit für die Betriebe und geben ihnen die notwendige Orientierung, um die Vorgaben sachgerecht und praxistauglich umzusetzen.“
Erzeuger
28.11.2025
Young Fisherman erhält FEAP–Laschinger NextGen Award bei FEAP-Generalversammlung in München
VDBA richtet FEAP-Generalversammlung aus
Die FEAP-Generalversammlung ist das jährliche Treffen des Verbandes europäischer Aquakulturproduzenten. Dieses Jahr fand sie am 27. & 28. November in München, organisiert vom VDBA mit freundlicher Unterstützung von trouw nutrition, statt.
Das Highlight des zweitägigen Meetings war die erstmalige Vergabe des FEAP–Laschinger NextGen Awards.
Der VDBA ist besonders stolz, dass als erster Preisträger ein leuchtender Stern unserer Young Fishermen von der internationalen Jury einstimmig ausgewählt wurde!
Die moderne Indoor-Zuchtanlage von Josef Stier in Bärnau verfügt über eigene Tiefbrunnen, einen mit Hackschnitzel befeuerten Holzvergaser, ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaik-Anlage. Diese Kombination macht es möglich, eine nachhaltige und kosteneffiziente Produktion von Zander, Aalen, Regenbogenforellen, Bachforellen, Lachsforellen und sogar Garnelen sicherzustellen. Weil das Wasser in den Kreislaufanlagen kontinuierlich mechanisch und biologisch gereinigt sowie mit UV-Licht behandelt wird, ist auch der Wasserverbrauch extrem niedrig. Im Rahmen eines Forschungsprojekts mit der Landesanstalt für Landwirtschaft wird in einer modernen robotergestützten Anlage zusätzlich eigenes, hochwertiges und proteinreiches Fischfutter in Kreislaufproduktion aus organischen Abfällen für schwarze Soldatenfliegen produziert.
Dieses innovative, ganzheitliche Konzept ist ein Leuchtturm-Beispiel für nachhaltige und verantwortungsvolle Lebensmittelproduktion und verdient die Anerkennung durch den FEAP–Laschinger NextGen Award.
Wir gratulieren Josef Stier ganz herzlich zu dieser wohlverdienten Anerkennung!
Foto von links nach rechts: FEAP Präsidentin Lara Barazi, VDBA Präsident Bernhard Feneis, Preisträger Josef Stier, Lauri Laschinger (Enkel des kürzlich verstorbenen Preisstifters Rudolf Laschinger) und Ulrike Müller (Abgeordnete im Bayerischen Landtag, Europaabgeordnete bis 2024)
Prädatoren
16.11.2025
Fischotter: Süß, streng geschützt – doch für Fischwirte fatal
Sehenswerter Bericht des Bayrischen Fernsehens zum "Fischotter-Teichwirtschaftsproblem"
Für Teichwirte keine Neuigkeit: der Fischotter richtet weiterhin große Schäden an.
Dies zeigt auch der neue, sehenswerte Bericht Fischotter: Süß, streng geschützt – doch für Fischwirte fatal des Bayrischen Fernsehens.
Seit dem Jahr 2016 gibt es in Bayern ein Fischottermanagement, das auf Beratung, Zaunbau und Entschädigung setzt. Doch Elektro- und feste Schutzzäune werden nur mit 60 Prozent gefördert. Dies basiert auf der Rahmenrichtlinie für den Ausgleich von durch geschützte Tiere verursachten Schäden in der Fischerei und Aquakultur.
Die Errichtung von Schutzzäunen ist oft jedoch nicht praktikabel (Größe und Terrain der Teichflächen), sehr teuer und würde das wichtige aquatische Habitat und die Wasserversorgung auch für andere Tiere versperren. Auch Ausgleichszahlungen wie durch den Freistaat Bayern (im vergangenen Jahr in Höhe von 2,25 Mio. Euro – 97 Prozent der den Betrieben entstandenen Verluste) sind keine dauerhafte Lösung und der finanzielle Bedarf steigt jährlich.
So ist es nicht überraschend, dass Otter-Schäden Fischzüchter zur Betriebsaufgabe bewegen.
Anhand der Zahlen des Statistischen Berichts der Aquakultur lässt sich ein deutlicher Rückgang an Betrieben belegen. So gab es im Jahr 2011 noch 2.984 Betriebe mit Erzeugung von Fischen in Teichen (Fachserie 3 Reihe 4.6 - Erzeugung in Aquakulturbetrieben - 2011), während es 2024 nur noch 1.310 Betriebe waren (Statistischer Bericht - Aquakultur - 2024).
Dieser sehr deutliche Rückgang von 1.674 Betrieben (56.1 %) in den letzten 13 Jahren ist hochgradig besorgniserregend und teilweise auch auf die allgemeine Prädatoren-Problematik zurückzuführen.
Zu der Diskussion über den Umgang mit Prädatoren gibt es ein interessantes Interview mit Prof Dr. Sven Herzog, Dozent für Wildökologie und Jagdwirtschaft an der TU Dresden: „ln den letzten 100 Jahren ist keine Art, die dem Jagd recht unterlag, ausgestorben" zum download.
Wichtige branchenrelevante Webseiten
Aquakulturinfo - Das Informationsportal zur Aquakultur des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei
Copa Cogeca (General Confederation of Agricultural Cooperatives) vertritt die Interessen der Agrar-, Forst- und Fischereigenossenschaften bei der Entscheidungsfindung auf EU-Ebene.
AAC (Aquaculture Advisory Council) berät die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten in allen Rechtsfragen rund um Fischerei und Aquakultur.
FEAP (Federation of European Aquaculture Producers) ist die Stimme der professionellen Fischerei und Aquakultur in Europa.
Im Mittelpunkt der Arbeiten des FLI stehen die Gesundheit und das Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere und der Schutz des Menschen vor Zoonosen, d. h. zwischen Tier und Mensch übertragbaren Infektionen.
Young fishermen
2020 war alles anders. 2020 haben sich viele (gezwungene) Veränderungen und Innovationen ergeben. Dazu zählt im Fischereibereich die Gründung der Young Fishermen (YFM). Als Arbeitsgruppe im Verband der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur (VDBA) stehen sie in den Startlöchern, um ihre Zukunft in der Fischzucht & Fischerei selbst mitzugestalten.