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Fischotterausgleich in Bayern bis zu 100% Verordnung zur Entnahme von Fischottern in Bayern außer Kraft gesetzt Staatliche Beihilfen: Kommission bittet um Stellungnahmen zur vorgeschlagenen Überarbeitung der EU-Beihilfevorschriften für die Land- und Forstwirtsch
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Verband der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e. v.

Aufgabe und Zweck des VDBA ist die nationale, gemeinschaftliche und internationale Vertretung aller Belange der deutschen Fischzucht, Fischhaltung sowie der Seen- und Flussfischerei. Der VDBA setzt sich für den Natur-, Gewässer- und Tierschutz ein. Er fördert die Union der Berufsfischer und Angler und ist Mitglied im Deutschen Fischerei-Verband e. V..

Verband der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e. v.

Aufgabe und Zweck des VDBA ist die nationale, gemeinschaftliche und internationale Vertretung aller Belange der deutschen Fischzucht, Fischhaltung sowie der Seen- und Flussfischerei. Der VDBA setzt sich für den Natur-, Gewässer- und Tierschutz ein. Er fördert die Union der Berufsfischer und Angler und ist Mitglied im Deutschen Fischerei-Verband e. V..

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Aufgabe und Zweck des VDBA ist die nationale, gemeinschaftliche und internationale Vertretung aller Belange der deutschen Fischzucht, Fischhaltung sowie der Seen- und Flussfischerei. Der VDBA setzt sich für den Natur-, Gewässer- und Tierschutz ein. Er fördert die Union der Berufsfischer und Angler und ist Mitglied im Deutschen Fischerei-Verband e. V..

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Karpfen Haider Teichgespräch 2026
10.08.2026

Haider Teichgespräch 2026

Karpfenteichwirtschaft zwischen Wassermangel, Prädatorendruck und dem Erhalt einer wertvollen Kulturlandschaft

Am 6. August 2026 fand im Landkreis Forchheim, Bayern das traditionelle Haider Teichgespräch statt. Seit vielen Jahren bringt dieses Format Teichwirte mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Fachbehörden und Verbänden unmittelbar an den Teichen zusammen. 
Ein fester Bestandteil der Haider Teichgespräche ist dabei die gemeinsame Begutachtung der Teiche und Fischbestände. Probefänge geben Aufschluss über die Entwicklung der Karpfen und machen gleichzeitig sichtbar, unter welchen Bedingungen die Teichwirte im jeweiligen Jahr wirtschaften müssen. Im anschließenden Austausch werden aktuelle fachliche, politische und wirtschaftliche Fragestellungen diskutiert und Lösungsansätze zwischen Praxis, Verwaltung und Politik erörtert.
Gerade in diesem Jahr zeigte sich ausdrücklich, wie wichtig ein solches Format ist, welches die Fischereifachberatung des Bezirk Oberfranken initiiert. 
Die Karpfenteichwirtschaft steht vor erheblichen Herausforderungen – und die Folgen der anhaltenden Trockenheit sind an den Teichen unmittelbar sichtbar.
Der Einladung folgten zahlreiche Teichwirte, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Fachbehörden, darunter Bezirksdirektor Herr Peter Meyer vom Bezirk Oberfranken, die stellvertretende Landrätin Frau Rosi Kraus, der Hallerndorfer Bürgermeister Herr Gerhard Bauer sowie Vertreter der Regierung von Oberfranken und ansässige Fischereiverbände und -vereine. 
Präsidentin Isabell Schwegel vertrat den Verband der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e. V.  vor Ort! YFM-Spartenleiterin Anna Klupp und YoungFishermen Fabian Holtze begleiten sie.

Es fehlen mehr als die Hälfte der Stauhöhe! 
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die derzeit äußerst angespannte Wassersituation. An einigen Teichen fehlen gegenüber dem üblichen Wasserstand mehr als 100 Zentimeter. Besonders problematisch ist dies bei den sogenannten Himmelsteichen, deren Wasserversorgung wesentlich von Niederschlägen abhängig ist und bei denen fehlendes Wasser nicht ohne Weiteres ausgeglichen werden kann. Die wertvolle Anlegung der Kulturlandschaft im Aischgrund in der Aneinanderreihung der Teiche im Kettenprinzip verlangt den starken Zusammenhalt der Teichwirte vor Ort ab, welcher in den Gesprächen deutlich sichtbar wurde! 
Mit sinkendem Wasserstand reduziert sich der für die Fische verfügbare Lebensraum und der Druck durch Prädatoren wie den Graureiher nehmen auf nicht vertretbare Weise zu! Die daraus resultierenden Verluste und Verletzungen unmittelbar vor den Abfischungen fallen gravierend aus! 
Die Genehmigung der Verkürzung der Schonzeit des Graureihers ist die Möglichkeit wie die Untere Naturschutzbehörde in den ortsansässigen Landratsämtern den Schutz des Tierbestandes unter der Wasseroberfläche ermöglichen!
Ein weiterer Schritt ist eine Reduzierung des Schutzstatus für den Silberreiher, von dieser wir uns jedoch nicht einmal wagen zu träumen. 
Der Schutz der Lebewesen unter der Wasseroberfläche darf nicht geringer als  deren an Land und in der Luft ausfallen! 
Der Prädatorendruck ist inzwischen so angespannt, dass einige Teichwirte bereits vor ersten Notabfischungen stehen. Damit geht es nicht mehr allein um erschwerte Produktionsbedingungen, sondern zunehmend um die Frage, ob und wie die diesjährige Produktion überhaupt bis zur regulären Abfischung erhalten werden kann.

Ausbreitung des Bibers
Neben Wassermangel und Prädationsdruck wurde auch die stark angewachsene Biberpopulation thematisiert. Der Biber ist Teil unserer heimischen Fauna. Gleichzeitig zeigt sich in intensiv durch Teiche, Gräben und wasserwirtschaftliche Strukturen geprägten Kulturlandschaften zunehmend, dass die hohe Zahl an Individuen zu erheblichen Konflikten innerhalb des Bestandes führt.
Dabei muss die Frage gestellt werden; wie viele geeignete Reviere für geschützte Arten tatsächlich zur Verfügung stehen?
Bei einer entsprechend hohen Populationsdichte steigt der Konkurrenzdruck innerhalb der Art, während geeignete freie Reviere fehlen.
Die Folgen sind für die Teichwirte, die tagtäglich im Einklang mit der Natur arbeiten längst sichtbar. Verendete Biber, viele Kilometer entfernt von Gewässern, Verbauung von wasserwirtschaftlichen Einrichtungen und Kämpfe um Reviere die ein Biber nicht führen müsste, wenn der Mensch rechtzeitig erlegte Schutzstatus  aufheben würde. Die Balance in der Natur ist der Schlüssel für das Wohlbefinden aller. 

Karpfenproduktion und Ökosystemleistungen gehören zusammen
Die aktuellen Probleme machen gleichzeitig deutlich, welchen Stellenwert die Karpfenteichwirtschaft für die Region besitzt. Dabei muss eines klar sein: Die Produktion von Karpfen und anderen heimischen Fischen ist und bleibt die wirtschaftliche Grundlage der Teichwirte.
Die Teiche sind Produktionsflächen. Sie ermöglichen die Erzeugung eines hochwertigen, regionalen Lebensmittels und sichern Einkommen und Betriebe im ländlichen Raum. Ohne eine wirtschaftlich tragfähige Fischproduktion wird mittel- bis langfristig die Pflege und Bewirtschaftung der Teichlandschaften nicht möglich sein.
Die umfangreichen Ökosystemleistungen, welche Teichwirte für die Gesellschaft liefern, halten Wasser in der Landschaft, können Niederschlagsspitzen puffern und zeitweise zurückhalten. Sie schaffen wertvolle Lebensräume und tragen zur Biodiversität sowie zum Erhalt einer über Jahrhunderte entstandenen Kulturlandschaft bei.
Gerade angesichts zunehmender Hitze- und Trockenperioden, aber auch häufiger auftretender Starkregenereignisse, bekommt diese Funktion eine neue Bedeutung. Teichlandschaften wie im Aischgrund können ein wichtiger Baustein sein, um Wasser in der Fläche zu halten und Abflussspitzen bei Starkregen abzumildern.
Die gesellschaftlichen Leistungen der Teichwirtschaft dürfen deshalb nicht losgelöst von ihrer wirtschaftlichen Grundlage betrachtet werden: Nur bewirtschaftete Teiche können dauerhaft diese Funktionen erfüllen. Hierfür brauchen die Teichwirte eine Perspektive für ihre Produktion.

Dialog muss auch dort stattfinden, wo Positionen auseinandergehen
Bedauerlich war vor diesem Hintergrund, dass der Bund Naturschutz der Einladung zum Haider Teichgespräch nicht gefolgt ist. Gerade die Diskussion über den Wert bewirtschafteter Teichlandschaften für Artenvielfalt, Wasserhaushalt und Naturschutz sowie über bestehende Konflikte hätte von einem direkten Austausch mit Naturschutzverbänden und -verwaltung profitiert. Umso wichtiger ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen und die tatsächlichen Bedingungen direkt vor Ort zu betrachten.

Erste Präsenzveranstaltung seit den Weichenstellungen des VDBA
Die erste Präsenzveranstaltung, nachdem die geplante Küstentour mit Bundesminister Alois Rainer in Travemünde kurzfristig abgesagt worden war, führte Isabell Schwegel unmittelbar zu ihren Wurzeln zurück. Im Landkreis Forchheim mit der Karpfenteichwirtschaft aufgewachsen erkenne ich besonders den dringenden Handlungsbedarf der notwendig ist! 
„Wir erleben gerade unmittelbar, was Hitze und Wassermangel für unsere Teichwirtschaft bedeuten. Wenn Teichen mehr als ein Meter Wasser fehlt und erste Betriebe vor Notabfischungen stehen, dürfen wir nicht mehr nur über zukünftige Herausforderungen sprechen. Gleichzeitig zeigen uns gerade Kulturlandschaften wie der Aischgrund, welches Potenzial die Teichwirtschaft besitzt. Sie produziert einst der ressourcensparendsten Lebensmittel, hält Wasser in der Landschaft, schafft Lebensräume und kann dazu beitragen, die Folgen von Starkregen und Hochwasser abzumildern. Wer diese Leistungen auch künftig erhalten und ausbauen möchte, muss den Teichwirten ermöglichen, wirtschaftlich zu produzieren. Dafür brauchen wir jetzt tragfähige Lösungen.“
Die Haider Teichgespräche haben erneut gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Teichwirtschaft, Politik, Verwaltung und Fachbehörden ist. Probleme werden dort sichtbar, wo sie entstehen – und genau dort müssen auch Lösungsansätze entwickelt werden.
Der Dank des VDBA gilt den Organisatoren, den beteiligten Teichwirten und allen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Fachbehörden, die der Einladung gefolgt sind und sich der Diskussion vor Ort gestellt haben. 
Die Karpfenteichwirtschaft braucht gerade jetzt einen starken Rückhalt! Mit jedem wirtschaftlich aufgegebenen Teich verlieren wir nicht nur Produktionsfläche für ein regionales Lebensmittel – wir riskieren zugleich den Verlust einer über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft und ihrer vielfältigen Leistungen für unsere Gesellschaft.
Isabell Schwegel, Präsidentin des VDBA
 
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EU VDBA Stellungnahme zur öffentlichen EU Konsultation "Forschungs- und Innovationsstrategie für Wasserresilienz"
02.08.2026

VDBA Stellungnahme zur öffentlichen EU Konsultation "Forschungs- und Innovationsstrategie für Wasserresilienz"

Mit der Strategie für Wasserresilienz sollen Wissens- und Innovationslücken geschlossen werden, um die Ziele dieser Strategie zu erreichen.

Diese Initiative wird laut EU
  • dazu beitragen, Finanzmittel für auf Wasser bezogene Forschung und Innovation einzusetzen und bestehende Lösungen in größerem Maßstab anzuwenden
  • Wettbewerb und Nachhaltigkeit fördern, indem technologische Fortschritte in Schlüsselsektoren unterstützt werden
  • die Anwendung des Ansatzes „Von der Quelle bis zum Meer“ sicherstellen und die Umweltverschmutzung bekämpfen
  • dazu beitragen, die Fragmentierung der wasserbezogenen Forschungs- und Innovationslandschaft in Europa zu überwinden
Frist für Rückmeldungen: 15 Juni 2026 - 02 August 2026
 
Stellungnahme des Verbandes der deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e.V. zum Konsultationsdokument der Europäischen Kommission:
Der VDBA begrüßt das Ziel, Forschung und Innovation für eine klimaresiliente, nachhaltige und wettbewerbsfähige Wasserwirtschaft besser zu koordinieren. Binnenfischerei und Binnenaquakultur sind unmittelbar von Wasserverfügbarkeit, Wasserqualität, Temperaturentwicklung, Extremereignissen und funktionsfähigen aquatischen Ökosystemen abhängig. Zugleich tragen sie zur regionalen Lebensmittelversorgung, zur Wertschöpfung im ländlichen Raum sowie zur Bewirtschaftung und Erhaltung von Gewässern bei.
Im vorliegenden Ansatz werden Landwirtschaft, Industrie, Energie, Digitalwirtschaft und Gesundheit als wasserabhängige Sektoren benannt, während Binnenfischerei und Binnenaquakultur fehlen. Beide müssen als eigenständige wasserabhängige Wirtschafts- und Lebensmittelbranchen sowie als Partner im Gewässerschutz durch Bewirtschaftung aufgenommen werden.
Die Strategie darf Wasserentnahme nicht pauschal mit Wasserverbrauch gleichsetzen. Für Teichwirtschaften, Durchflussanlagen und andere Aquakultursysteme sind Entnahme, Speicherung, Rückleitung, Verdunstung und Verbrauch getrennt zu bewerten. Traditionelle Teichwirtschaften halten Wasser in der Landschaft, dämpfen Abflussspitzen, schaffen und erhalten geschützte Lebensräume und Kulturlandschaften. Diese Leistungen sollten als naturbasierte bzw. hybride Beiträge zur Wasserresilienz quantifiziert und angemessen honoriert werden.
Forschung zur Wiederherstellung von Süßwasserökosystemen ist wichtig, muss jedoch mit nachhaltiger Nutzung, Ernährungssicherung, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und bestehenden Rechten verbunden werden. Naturbasierte Lösungen dürfen nicht zu pauschalen Nutzungseinschränkungen, zur Entwertung von Wasser- und Fischereirechten oder zur Verdrängung bewährter Bewirtschaftungsformen führen. Erforderlich sind Lösungen, die ökologische Ziele und Nutzung verbinden.
Vorrangige Forschungsfelder sind aus Sicht des VDBA: Anpassung von Teichwirtschaften und Aquakulturanlagen an Dürre, Hitze, Niedrigwasser und Hochwasser; Sicherung ausreichender Wasserzuflüsse; energie- und wassereffiziente Produktionsverfahren; bezahlbare Mess-, Frühwarn- und Steuerungssysteme; Verringerung der Auswirkungen von Rückständen aus Pflanzenschutzmitteln, Arzneimittelrückständen, Mikroplastik u.Ä., sowie Nährstoff- und Sedimenteinträgen auf Fische und Fischereierzeugnisse; Fischgesundheit, Krankheiten, Parasiten und invasive Arten unter Klimawandelbedingungen; Erhaltung und nachhaltige Nutzung natürlicher Fischbestände; sowie Auswirkungen fischfressender Prädatoren auf Bestände, Aquakulturen und Artenschutzmaßnahmen.
Digitale Überwachung und Datenaustausch können Betriebe unterstützen, dürfen aber keine neuen kostenintensiven Berichtspflichten erzeugen. Kosten müssen förderfähig, Datenschutz, Betriebsgeheimnisse und Dateneigentum gesichert sein.
Die Forschungsförderung muss zur kleinteiligen Struktur der Branche passen. Viele Betriebe haben keine Kapazitäten für komplexe EU-Anträge. Notwendig sind vereinfachte Zugänge, kleinere Projektformate, angemessene Eigenanteile und die verbindliche Beteiligung praktischer Betriebe von der Projektentwicklung bis zur Umsetzung. Ergebnisse müssen schneller in wirtschaftlich tragfähige Anwendungen überführt werden.
Der VDBA unterstützt einen europäischen, grenzüberschreitenden Ansatz. Innerhalb der gemeinsamen Strategie für Ozeane und Gewässer ist jedoch ein eigenständiger Schwerpunkt für Binnengewässer, Binnenfischerei und Binnenaquakultur erforderlich. Der „Quelle-bis-Meer“-Ansatz darf Binnengewässer nicht lediglich als Vorstufe mariner Systeme behandeln.
Der VDBA fordert, Binnenfischerei und Binnenaquakultur ausdrücklich in die Strategie aufzunehmen, ihre Klima- und Ökosystemleistungen anzuerkennen und Forschung an praktischer Umsetzbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Ernährungssicherung auszurichten. Wasserresilienz kann nur gelingen, wenn diejenigen einbezogen werden, die Gewässer täglich bewirtschaften und ihre Veränderungen unmittelbar erfahren.
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Prädatoren Schützen oder schießen? Der Streit um den Fischotter
25.07.2026

Schützen oder schießen? Der Streit um den Fischotter

jetzt red i ∙ im Bayerischen Rundfunk stellen sich Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger und der Vorsitzende des Bayrischen BUND Naturschutz, Martin Geilhufe Fragen, Kritik, Wünschen, etc. - zu sehen in der ARD Mediathek

Die einen freuen sich über ihn, die anderen fürchten ihn. Den Fischotter. Vor gut 30 Jahren war er fast ausgerottet, in ganz Deutschland gab es nur noch eine Handvoll Tiere. Deshalb wurde er streng geschützt. Die Bestände haben sich seitdem deutlich erhöht, allein im Freistaat soll es wieder knapp 1.500 Fischotter geben. Eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Aber in vielen Gegenden Bayerns sehen die Menschen das anders, so auch im Landkreis Tirschenreuth in der nördlichen Oberpfalz. Mehr als 4.000 Teiche gibt es in der Region, viele Familien züchten hier seit Generationen Fische. Doch jetzt sehen sie ihre Tradition bedroht – durch den Fischotter. Bis zu 500 Kilo frisst ein ausgewachsenes Tier pro Jahr und das hat Folgen: leere Netze, verletzte Fische, frustrierte Teichwirte. Die Staatsregierung wollte die Fischotterjagd erleichtern. Doch Deutsche Umwelthilfe und BUND Naturschutz haben erfolgreich dagegen geklagt, was den bayerischen Jagdminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ärgert. Es sei völlig unverständlich, dass die Verbände "ideologisch verblendet mit ihren ständigen Klagen gegen die Fischotterverordnung die Teichwirte zur Aufgabe treiben." Der BUND Naturschutz sieht das anders und fordert mehr alternative Schutzmaßnahmen wie Zäune: "Statt sich auf den Sündenbock Fischotter zu versteifen, brauchen die Teichwirte praxisnahe Unterstützung." Soll der Otter bejagt werden dürfen? Welche praktikablen Alternativen zum Abschuss gibt es? Und was braucht es, damit die Teichwirtschaft in Bayern eine Zukunft hat? Darüber diskutieren Bürgerinnen und Bürger live in Tirschenreuth mit Bayerns Jagdminister Hubert Aiwanger und Martin Geilhufe, Landesvorsitzender des BUND Naturschutz.

Die interessante Diskussion mit einigen bekannten Gesichtern kann in der ARD Mediathek angeschaut werden.  
Video verfügbar bis 22.07.2028 ∙ 21:21 Uhr
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EU VDBA Stellungnahme zur geplanten Änderung der EMFAF-Verordnung
20.07.2026

VDBA Stellungnahme zur geplanten Änderung der EMFAF-Verordnung

Beitrag zur öffentlichen Konsultation der EU-Kommission

Über die Initiative: 
Die Änderung des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds wird die neuen Elemente aus dem Übereinkommen der Welthandelsorganisation (WTO) über Fischereisubventionen sowie Änderungen umfassen, die den Mitgliedstaaten für den verbleibenden Programmplanungszeitraum mehr Flexibilität bei der Durchführung ihrer nationalen Programme einräumen.

Stellungnahme des Verbandes der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur e. V. zu "Europäischer Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds – Änderung zur Vereinfachung und zur Umsetzung des WTO-Übereinkommens"
 
Der Verband der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur begrüßt die Initiative der EU-Kommission, die EMFAF-Verordnung gezielt zu vereinfachen und für den verbleibenden Förderzeitraum flexibler auszugestalten. Die bisherige Umsetzung zeigt, dass viele Fördertatbestände zwar fachlich richtig angelegt sind, in der Praxis aber durch komplexe Vorgaben, lange Verfahren, hohe Nachweisanforderungen und enge Auslegungsspielräume an Wirkung verlieren.
Für die deutsche Binnenfischerei & Aquakultur ist der EMFAF kein ergänzendes Randinstrument, sondern ein zentrales Förderinstrument zur Sicherung regionaler Lebensmittelerzeugung, betrieblicher Modernisierung, Energieeffizienz, Verarbeitung, Direktvermarktung, Ausbildung und Fachkräftesicherung. Gerade kleine und familiengeführte Unternehmen können notwendige Investitionen häufig nur dann umsetzen, wenn Förderverfahren planbar, verständlich und wirtschaftlich handhabbar sind.
Der VDBA schlägt deshalb folgende Anpassungen vor:
1. Förderfähigkeit investiver Maßnahmen deutlich erweitern und klarstellen:
Modernisierung, Energieeinsparung, erneuerbare Energien, Digitalisierung, Arbeitsschutz, Tierwohl, Wasserführung, Hälterung, Schlachtung, Kühlung, Verarbeitung und Direktvermarktung müssen ohne enge Auslegungshürden förderfähig sein. Auch praxiserprobte Investitionen, die bestehende Betriebe stabilisieren und wettbewerbsfähig halten sollten förderfähig sein.
2. Vereinfachte Kostenoptionen verbindlich ermöglichen:
Für kleinere Vorhaben sollten Pauschalen, Standardeinheitskosten und vereinfachte Nachweisverfahren genutzt werden können. Bei wiederkehrenden Investitionen und Standardmaßnahmen sollten detaillierte Einzelbelegprüfungen durch nachvollziehbare Kostenmodelle ersetzt werden. Das reduziert Aufwand bei Betrieben und Verwaltungen gleichermaßen.
3. Kleine Unternehmen gezielt entlasten:
Binnenfischerei und Aquakultur sind in Deutschland überwiegend kleinbetrieblich strukturiert. Für Kleinst- und Kleinunternehmen sollten höhere Fördersätze, vereinfachte Antragsunterlagen und verkürzte Prüfverfahren vorgesehen werden. Die Förderschwellen müssen so bemessen sein, dass auch kleinere Betriebe Investitionen tatsächlich umsetzen können.
4. Generationswechsel und Fachkräftesicherung als eigene Förderziele verankern:
Betriebsübernahmen, Einstieg junger Unternehmerinnen und Unternehmer, berufliche Ausbildung, Qualifizierung, Beratung sowie Investitionen in bessere Arbeitsbedingungen sollten ausdrücklich förderfähig sein. Ohne gezielte Unterstützung des Generationswechsels verliert der Sektor Produktionskapazität, Wissen und regionale Wertschöpfung.
5. Verarbeitung und Vermarktung praxistauglich stärken:
Die Förderung darf nicht an der Teichkante oder am Boot enden. Regionale Verarbeitung, mobile und stationäre Verkaufseinrichtungen, Kühlketten, Räuchereien, digitale Vermarktung und Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette sind entscheidend, um höhere Wertschöpfung im Betrieb zu halten.
6. Programmänderungen schneller ermöglichen:
Da mögliche Änderungen frühestens Ende 2026 wirksam werden, müssen die Mitgliedstaaten ihre Programme ohne langwierige Verfahren anpassen können. Andernfalls erreicht die Vereinfachung die Betriebe zu spät.
7. WTO-Umsetzung ohne zusätzliche Belastung nachhaltiger Binnenbetriebe:
Die Umsetzung des WTO-Übereinkommens über Fischereisubventionen darf nicht zu pauschalen Einschränkungen für nachhaltige Binnenfischerei und Aquakultur führen. Notwendig ist eine klare Abgrenzung zwischen international relevanten Subventionsverboten und zulässiger Unterstützung regionaler, nachhaltiger Lebensmittelerzeugung.
Der VDBA fordert die Kommission auf, die Änderung der EMFAF-Verordnung konsequent an der betrieblichen Praxis auszurichten. Entscheidend ist nicht eine weitere programmatische Zielbeschreibung, sondern ein Förderrahmen, der Investitionen tatsächlich auslöst, Betriebe entlastet und die Binnenfischerei und Aquakultur als Teil der europäischen Ernährungssicherung stärkt.
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Wichtige branchenrelevante Webseiten

Aquakulturinfo
Aquakulturinfo - Das Informationsportal zur Aquakultur des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei
Copa Cogeca
Copa Cogeca (General Confederation of Agricultural Cooperatives) vertritt die Interessen der Agrar-, Forst- und Fischereigenossenschaften bei der Entscheidungsfindung auf EU-Ebene.
AAC
AAC (Aquaculture Advisory Council) berät die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten in allen Rechtsfragen rund um Fischerei und Aquakultur. 
FEAP
FEAP (Federation of European Aquaculture Producers) ist die Stimme der professionellen Fischerei und Aquakultur in Europa.
FLI
Im Mittelpunkt der Arbeiten des FLI stehen die Gesundheit und das Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere und der Schutz des Menschen vor Zoonosen, d. h. zwischen Tier und Mensch übertragbaren Infektionen.

Young fishermen 

2020 war alles anders. 2020 haben sich viele (gezwungene) Veränderungen und Innovationen ergeben. Dazu zählt im Fischereibereich die Gründung der Arbeitsgruppe Young Fishermen (YFM). Seit 2025 als offizielle Sparte im Verband der Deutschen Binnenfischerei und Aquakultur (VDBA) stehen sie in den Startlöchern, um ihre Zukunft in der Fischzucht & Fischerei selbst mitzugestalten.
Young Fisherman
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Der Verband gliedert sich in folgende Sparten, vertreten durch:

Präsidium

Präsidentin: Isabell Schwegel
Vizepräsidenten: Philipp Mohnen und Lars Dettmann

Alfred Stier
Peter Grimm
Sabine Schwarten
Torben Heese
​Anna Klupp

Forellenzucht

Spartenleiter: Philipp Mohnen
Stellvertreter: Peter Grimm

weitere Mitglieder:
​Max Hoersen
Torsten Uhthoff
Alexander Tautenhahn

Karpfenteichwirtschaft

Spartenleiter: Alfred Stier
Stellvertreter: Torben Heese

weitere Mitglieder:
Gerd Michaelis 
Peter Oberle
Bernhard Feneis

Fluss- und Seenfischerei

Spartenleiter: Lars Dettmann
Stellvertreterin: Sabine Schwarten

weitere Mitglieder:
Florian Lex
Martin Bork
Martin Boesenecker

Young Fishermen

Spartenleiterin: Anna Klupp
Stellvertreterin: Isabell Schwegel

weitere Mitglieder:
Marinus Bogner
Gero Weinhardt
Martin Weierich
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